die vier am eck – gedanken zu social media und sport #15

Willkommen zu Runde Nummer 15. Die Idee hinter „die vier am eck“ ist relativ einfach: Jede Woche setzen sich vier von uns Verrückten zusammen und diskutieren eine These zu Social Media und Sport (und darüber hinaus).

These: Die Klubs wissen nicht so recht, wie sich das emotionale „Erlebnis Stadion“ auf die Devices und Screens der Fans transportieren lässt.

Weiterlesen

Advertisements

die vier am eck – gedanken zu social media und sport #10

Erinnert ihr euch noch an letzte Woche? Wie wir uns über die Zukunft des Sports Gedanken gemacht haben und einhellig der Meinung waren, dass das Web dem TV früher oder später den Rang ablaufen wird. Nun gut, das Feld ist groß und die Gedanken dazu waren weitläufig. Darum knüpfen wir mit der zehnten Runde direkt daran an und widmen uns der These zweiter Teil. Hieß es jüngst noch „Die Zukunft des Sports liegt nicht im TV, sondern im Internet„, behaupten wir dieses Mal …

These: YouTube wird wichtiger als ESPN oder SKY Sports.

Weiterlesen

die vier am eck – gedanken zu social media und sport #9

Gut Ding will Weile haben. Gerade dann, wenn man sich der Zukunft des Sports widmet. So wie wir in der heutigen Ausgabe unserer „vier am eck“, die übrigens ein Cliffhanger sein wird. Doch genug gespoilert, here we go.

Die Idee hinter „die vier am eck“ ist relativ einfach: Jede Woche setzen sich vier von uns Verrückten zusammen und diskutieren eine These zu Social Media und Sport.
Weiterlesen

social-fan-guide zum nba allstar weekend

Am Wochenende steht mal wieder großes Kino auf dem Programm. Nach dem Super Bowl vor zwei Wochen erleben unsere amerikanischen Freunde und alle Basketball Fans rund um den Globus das nächste Spektakel. Das Allstar Game der NBA. Zu gut kann ich mich noch erinnern, wie ich schon als kleiner Junge nachts um zwei Uhr aufgestanden bin und heimlich das Allstar Game im damaligen DSF verfolgt habe. Heute haben sich die Zeiten geändert. Weiterlesen

social media revolution im sport?

Vor wenigen Tagen bin ich, mehr oder weniger durch einen Zufall, über ein wahnsinnig spannendes und innovatives Angebot gestolpert. Ein Angebot, was mich vor dem Hintergrund des „Twitter-Verbots“ bei Manchester United schlichtweg umgehauen hat. Wer der Auslöser war? Weiß ich nicht mehr genau. Was der Auslöser war? Das werd ich auch in einigen Monaten noch bestens vor Augen haben. Also kein langes Gerede, sondern konkret auf den Punkt gebracht:

Weiterlesen

where is the love?

Das Spiel ist in seiner entscheidenden Phase angekommen. Beide Teams jagen über das Parkett und liefern sich einen atemberaubenden Schlagabtausch. Die Halle kocht, die Stimmung ist hitzig. Phrenetisch jubeln die Zuschauer von den Rängen und versuchen ihr Team zum Sieg zu treiben. Der best-of-five-Clash wird in den letzten drei Sekunden des Spiel Fünf mit einem Buzzer-Beater entschieden.

„Das war Werbung für eine faszinierende Sportart“,

werden alle Beteiligten nach dem Spiel zu Papier geben in die Kameras jubeln. Was wünscht sich das Herz eines Basketball-Fans mehr? Was wünscht sich das Herz eines Verantwortlichen der beiden Klubs oder der Liga mehr?

Sie wünschen sich, dass der Stellenwert ihres heiß geliebten Sports doch endlich auch bei allen Sportfans im TV denselben erfährt, wie bis gerade noch bei den Zuschauern in der Halle. Gruebler hat gestern einen traurigen Zustand festgestellt. Diesen hat man zwar die Spatzen schon von den Dächern pfeifen hören, aber dass er so enttäuschend ist hätte man sich wohl kaum erwartet. Festhalten sollte man es für den interessierten Leser trotzdem: Die Einschaltquoten während einiger Spiele der Play-Offs in der Basketball-Bundesliga lagen auf Niveau einer Call-In-Sendung bei Sat 1 um zwei Uhr Nachts…

Basketball ein Grund umzuschalten? Anscheinend gar nicht erst ein Grund einzuschalten.

Dabei begann die 43. Saison doch mit so erfreulichen Meldungen. Neue Hallen vertrieben den Turnhallenmief. Die jährliche Deloitte-Studie „Finanzreport deutscher Profiligen“ stellte in den vier großen Ligen „unter“ der Fußball-Bundesliga (2. Fußballbundesliga, HBL, DEL, BBL) das größte Umsatzwachstum bei der BBL fest. Ein neuer Namenssponsor der Basketball-Bundesliga wurde präsentiert, der nicht nur Geld in die Kassen der Liga, sondern auch der Klubs spülte. Und in der selben Woche verkündete man stolz: Der deutscher Basketball ist wieder zurück im Free-TV. Man frohlockte, dass die Abhängigkeit von einzelnen Sponsoren oder Mäzenen nun endlich aufgehoben werden könne, da ja nun triftige Argumente wie überregionale Reichweiten über das TV mit in die Sponsoring-Präsentation eingebaut werden können.

Ein Trugschluss?

Doch viele potenzielle Sponsoren ließen sich nicht von diesem trügerischen Licht blenden. Zwar vermeldete man z.B.  in Frankfurt, Ludwigsburg und in Bamberg Vertrags-Verlängerungen mit ihren Haupt-und Namens-Sponsoren, jedoch gelang es nur wenigen der anderen Klubs neue Sponsoren der beiden höchsten Kategorien (Namens- und Trikotsponsor) zu gewinnen. Ausnahmen bilden hier die BG Göttingen, die in einer Saison Namenssponsor verlor (Insolvenz der MEG AG) aber zugleich auf einen neuen Ausrüster und weitere -zumindest kurzfristige – (Trikot)Sponsoren fand. Und auch die Paderborn Baskets, die zum Ende der Saison einen neuen Namenssponsor für präsentierten.

Alternativen?

Da werden zu Recht alternative Finanzierungsmodelle wie in Trier (Gründung AG – Verkauf der Anteile) anvisiert. Allerdings sind diese i.d.R. eher  auf kurzfristige Liquiditätsbeschaffung als auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegt. Um langfristig sportlichen wie auch wirtschaftlichen Erfolg zu haben, sollten solche Methoden nur Teil eines gesamten Finanzierungspakets sein. Ein klassischer aber dafür trotzdem umso wichtiger Teil bleiben die Einnahmen aus den verschiedenen Sponsorships. Hier gilt es vor allem eine breite Basis zu schaffen um finanzielle Engpässe wie z.B. durch den Wegfall eines Hauptsponsors oder durch Insolvenz desselbigen kompensieren zu können. Zusätzlich ergeben sich aus kleineren Partnerschaften oftmals auch breiter angelegte Investments wie das Beispiel in Bamberg zeigt. Sponsoren welche auf diesen „unteren“ Ebenen aktiv sind sehen ihr Engagement auch eher als Maßnahme der Corporate Social Responsibilty als der Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Woran mangelt es denn dann?

Alternativen!

Also was gilt es zu tun fragt sich nun zu Recht der Leser dieses Kommentars. Für eine Vielzahl der Klubs gilt es zu begreifen, dass sie mit der Entwicklung der Liga wachsen müssen. Der Basketball der höchsten Spielkasse Deutschlands steht nicht mehr vor den Herausforderungen der späten 80er und frühen 90er Jahre. Dieser Basketball möchte Teil eines  bedeutenden Wirtschaftssektors sein und muss um in Konkurrenz zu anderen Angeboten treten zu können dementsprechend professionell organisiert sein. Das soll heißen, dass nicht nur Wachstum vor der Kulisse (Zuschauer, Umsatz, etc.), sondern auch hinter den Kulissen stattfinden muss. Hier sind die Verantwortlichen gefragt. Und deshalb der Appell: Gebt den Leuten mit entsprechender Ausbildung eine Chance um unseren gemeinsamen Wunsch Realität werden zu lassen!

Das Spiel ist in seiner entscheidenden Phase angekommen. Beide Teams jagen über das Parkett und liefern sich einen atemberaubenden Schlagabtausch. Die Halle kocht, die Stimmung ist hitzig. Phrenetisch jubeln die Zuschauer von den Rängen und versuchen ihr Team zum Sieg zu tragen. Der best-of-five-Clash wird in den letzten drei Sekunden des Spiel Fünf mit einem Buzzer-Beater entschieden. „Das war Werbung für eine faszinierende Sportart“ werden alle Beteiligten nach dem Spiel zu Papier geben in die Kameras jubeln. Was wünscht sich das Herz eines Basketball-Fans mehr? Was wünscht sich das Herz eines Verantwortlichen bei den beiden Klubs oder der Liga mehr?

Sie wünschen sich dass der Stellenwert ihres heißgeliebten Sports doch endlich auch bei allen Sportfans im TV denselben erfährt wie bis grade noch bei den Zuschauern in der Halle. Gruebler hat gestern einen traurigen Zustand festgestellt. Diesen hat man zwar die Spatzen schon von den Dächern pfeifen hören, aber dass er so enttäuschend ist hätte man sich wohl kaum erwartet. Festhalten sollte man es für den interessierten Leser trotzdem: Die Einschaltquoten während einiger Spiele der Play-Offs in der Basketball-Bundesliga lagen auf Niveau einer Call-In-Sendung bei Sat 1 um zwei Uhr Nachts…