Lese-Tipp: „How ESPN Brings Big Plays To The Small Screen“

Wer Zeit für einen guten und informativen Beitrag zum Einsatz cleverer Second-Screen-Strategien hat, dem empfehle ich einen Abstecher zu Fast Company. Unter dem Titel „How ESPN Brings Big Plays To The Small Screen“ hat Ryan Spoon, Senior Vice President Product Development bei ESPN Digital Media, ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert.

Der Erfolg hinter der Omnipräsenz von ESPN auf Smartphone, Tablet und Co. während der Live-Übertragungen und Wiederholungen ist ebenso simpel wie sinnig: Der Fokus für die beste Fan-Experience während der Übertragung, vollkommen unabhängig davon, wie groß der Bildschirm ist und wie seine primäre Funktion, wenn man noch mehr anbieten kann.

Die wichtigsten Faktoren:

  • Verknüpfung von TV und Device als Symbiose für das beste Erlebnis, egal auf welchem Bildschirm.
  • Die Komponenten „live“ und „social“ zusammenbringen, damit alle aktiv teilhaben.
  • Auf die Wünsche der Community hören und diese umsetzen – siehe SportsCenter Feed.
  • Nicht in Web-Formaten und -Strukturen denken, sondern applikationsspezifisch, da sie Dinge ermöglichen, die eine Website einfach nicht kann.
  • Nicht in starren Mustern denken, sondern transformativ, um aus dem Gegebenen noch mehr rauszuholen.


  • Eine ungemein spannende Materie, die auch in Deutschland noch enormes Potential hat.

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    AS Rom und Vine: Sechssekünder zur Einstimmung auf den Spieltag

    Der AS Rom ist auf dem besten Weg einer der digitalsten Vereine im europäischen Fußball zu werden. Nachdem lange Zeit Manchester City und der FC Barcelona als das Non-Plus-Ultra im Bespielen der sozialen Netzwerke galt, haben die Römer mit ihrer Experimentierfreude gewaltig aufgeholt. Ihr neuester Streich: der Einsatz der Video-App Vine aus dem Hause Twitter.

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    slides: top 20 teams in social media

    Wie schlagen sich die besten und größten Teams aus der weiten Welt des Sports im Social Web? Und wer führt das Ranking der Top 20 an? Auf 24 Slides gibt es eine Antwort. Nett.

    #VfBFCK, #FCBHOF, #SVWH96 die zukünftigen Twitter-Trends an den Wochenenden?

    Per Blog-Eintrag vom 24.02.2012 kündigte Twitter eine neue, erweiterte Suche zu Spielen der Bundesliga an. Sucht man nach Vereinen, Spielernamen, einem Stadion oder den offiziellem Spiel-Hashtags während des Spieltages, so bekommt man das aktuelle Spielergebnis in einen animierten Ticker im Browser angezeigt. Nichts neues, oder doch?

    Doch, denn Twitter stellt das Erste Mal eine Art interaktiven Liveticker bereit, an dem jeder Twitter-Nutzer sich beteiligen kann. D.h. Vereinsvertreter, (ehem.) Fußballprofis, die Presse, Promis und der normale Fan haben das erste Mal einen Ort gefunden in dem sie während eines Spiels miteinander kommunizieren können. Es entstehen teils lustige, teils spannende Interaktionen zwischen den Beteiligten, die man vorher in der Art noch nicht im Netz gesehen hat.

    Es ist schön zu sehen, wie sich z.B. Jan Age Fjörtoft oder der Sportchef von eurosport.de Daniel Rathjen sich in die Diskussionen auf Twitter mit einbringen, Lukas Podolski nach dem erfolgreichen Spiel gegen die Hertha auf seine Facebook-Seite verlinkt oder Hans Sarpei dem Rasen die Schuld gibt, leider noch nicht alle mit dem richtigen Hashtag, aber das sei Ihnen verziehen.

    Es macht Spaß, den Twitter-Feed neben der Sky-Übertragung laufen zu lassen, in der Twitter Suche von Spiel zu Spiel zu switchen, zusammen mit der Konferenz. Second-Screen ist das Stichwort, eine für mich willkommene Erweiterung des Erlebnis Bundesliga im TV. Zu sehen was Fans, Verein & Medienvertreter in Echtzeit zu sagen haben, teilweise Stadionatmosphäre mitzubekommen, zu sehen, dass auch TV-Moderatoren ihren Spaß haben.

    Ich denke die Vergabe von offiziellen Hashtags kann diesen Prozess des Second Screen bei Sportübertragungen in Deutschland auf eine neue Stufe bringen. Auch wenn es vorher schon diese Unterhaltungen auf Twitter gab, liefen diese doch teilweise an einander vorbei nutzte man doch unterschiedliche Hashtags zum selben Thema.

    Die Akzeptanz der vorgegebenen #-Hashtags wird meiner Meinung nach stetig steigen, so benutzen große Multiplikatoren wie z.B. der @HSV diese gleich nach Einführung und thematisieren ganze Tweets darüber. Am ersten Abend war das Spiel des HSV auch schon auf Platz eins der Trending-Topics in Deutschland, ein guter Start sozusagen.

    Es liegt jetzt an verschiedenen Faktoren, dass Twitter eine noch breitere Akzeptanz bei den Beteiligten des „Erlebnis“ Bundesliga bekommt.

    – Bei den Vereinen: Der Hamburger SV & SV Werder Bremen machen das schon sehr gut. Warum die Champions-Marke FC Bayern München nicht offiziell auf Twitter ist, muss mir wohl Stefan Mennerich persönlich erklären. Das könnte dem ganzen nämlich einen sehr großen Schub geben.

    – Den Spielern: Hier sind mir Ryan Babel (hat in der Bundesliga die meisten Follower) & ja, Hans Sarpei besonders aufgefallen. Es sind noch zu wenig deutsche Spieler die sich Beteiligen und das dann auch gut umsetzen. Leider hat sich @FranckRibery als Fake herausgestellt , aufgeklärt hat das übrigens #SSNHD-Reporter Torben Hoffmann. Ich fande es eigentlich ganz amüsant, wie sich Ribéry & Robben auf  Twitter „Gute Nacht“ gesagt haben oder versucht wurde über Twitter Wetten mit Hans Sarpei abzuschließen. Hier gilt es auch auf Seiten von Twitter verstärkt offizielle Bestätigungen von Accounts zu vergeben, Hans Sarpei hilft dort auch gerne Branchenübergreifend weiter.

    – Den Medien: besonders sind mir die #SSNHD-Reporter aufgefallen, eurosport.de Fußballchef Daniel Rathjen & Sky-Experte Jan-Aage Fjörtoft

    – und natürlich uns Fans, die Emotionen im & außerhalb des Stadions auch auf Twitter zu zeigen und an den neuen Möglichkeiten des Dialogs teilzunehmen


    Ich freue mich schon sehr auf eine Erweiterung des Dialogs und weitere Akzeptanz von Twitter in Deutschland und vor allem in der Bundesliga.

    Prezi: Social Media für Vereine und Spieler

    Beim Barcamp Braunschweig gab es eine Präsentation von Franz Schäfer, die sich explizit dem Einsatz von Social Media bei Vereinen und Sportlern widmete.

    Franz war so nett die Präsentation gleichermaßen auch online zur Verfügung zu stellen, damit auch wir, die wir nicht dabei waren, etwas davon haben.

    Danke dafür, Franz! Vielleicht magst du ja in den Kommentaren noch ein paar Anmerkungen hinterlassen 😉


    „Hard work on 3“ – Social Media emotionalisieren

    Hard work on 3!

    Hard work on 3!

    Andy Pawlowski ist ein ganz ganz Großer, wenn es um die Verknüpfung von Social Media und Sport geht. Wenn es nicht an Spam grenzen würde, könnte ich jeden seiner Tweets sofort weiterleiten und teilen, denn der Mann hat ein wirklich gutes Gespür und Auge für das, was wir hier zu etablieren versuchen: eine Brücke zwischen on- und offline im Sport zu schlagen.

    So bin ich jüngst auch über seine wunderbare Entdeckung beim NCAA-Team der University of Kansas gestolpert, die ihm auf der Facebook-Page der Mannschaft auffiel. Das Team hat ein Foto aufgenommen, das die Spieler im Huddle zeigt. Eingeschworen auf das Ziel ist jeder ganz auf die Sache fokussiert.

    Das Besondere ist jedoch die Perspektive: Es ist von einem der Teammitglieder aufschossen worden, der ganz nah dran war. Man erhält fast den Eindruck, man würde selbst direkt beim Team stehen, dem Vordermann die Hand auf die Schulter legen und bei „3“ „hard work“ rufen können.

    Es ist ein einfaches Foto, versehen mit der Ansage von Kansas-Coach Self, das Social Media greifbar macht, emotionalisiert und Nähe herstellt.

    Und genau darum geht es: Fans mit Momentaufnahmen wie diesen an die Mannschaft ranzuholen, sie zu binden und ein Teil des Teams werden zu lassen, wenn die selben Menschen bei Heim- und Auswärtsspielen auf der Tribüne stehen und sich für ihre Athleten den Hals wund schreien und die Arme und Beine vor lauter Jubeln und Anfeuern am Abend wie Blei anfühlen.

    die vier am eck – gedanken zu social media und sport #16

    Nein, wir haben „die vier am eck“ letzten Mittwoch nicht vergessen. Wir streiken auch nicht, obwohl uns der Lock-Out der NBA und die Verhandlungen sehr beschäftigen. Wir hatten schlicht keine Zeit, um uns alle in time für unsere Statements zu koordinieren und diese dann auch hochzuladen. Ja, ich weiß. Klingt komisch, wenn man vier Leute und mehr im Team hat und man kriegt es trotzdem nicht gebacken. Aber jetzt sind wir ja wieder am Start und widmen uns der liebgewonnenen und wohlbekannten Diskussionsform. Denn die Idee hinter „die vier am eck“ ist relativ einfach: Jede Woche setzen sich vier von uns Verrückten zusammen und diskutieren eine These zu Social Media und Sport (und darüber hinaus).

    These: Wie viel Fan tut dem Sportler gut?

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