twitter-nicks auf dem trikot: in mexiko ist alles anders

Ende September berichteten wir noch davon, wie der Valencia CF seinen fehlenden Hauptsponsor auf der Brust durch den eigenen Twitter-Channel ersetzte. Da dachten wir schon „geile Sache! Besser geht’s nicht!“. Nun, gute fünf Wochen später, müssen wir unsere Aussage relativieren. Es geht – aus Social-Media-Promo-Sicht – noch besser!
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die schlacht am kap #4

Intensiv haben wir zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft den Kampf zwischen den offiziellen Sponsoren und einer Vielzahl an Unternehmen, welche sich dem Tool Ambush Marketing bedient haben,  gewidmet. Nun ist die Zeit gekommen die Kampagnen der verbliebenen offiziellen Sponsoren der FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika näher zu betrachten.

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wie sportler social media nutzen können

Die Sonne scheint mit einem warmen und angenehmen Licht auf uns nieder. Wir sitzen ganz entspannt vor der Cafeteria an der Ecke. Vor uns ein perfekt temperierter Cappuccino und ein gutes Buch. Außer dem Zwitschern einiger Vögel ist nicht viel zu vernehmen. Entspannung pur. Plötzlich wildes Geschreie und Gezeter! Wie von der Tarantel gestochen liefern sich zwei Männer ein wildes Verfolgungsrennen. Es wird geschubst, gerangelt und um die erste Position gekämpft. Neugierig schweift unser Blick auf der Suche nach dem von beiden anvisierten Ziel die Straße entlang. Keine Auffälligkeiten zu entdecken bis auf einen Mann mit einem Basketball in den Händen. Anscheinend das Ziel der beiden… Auf den letzten Metern gewinnt der jüngere der beiden Männern die entscheidenden Meter, erreicht das Ziel, legt Hand auf den Basketball und schreit: „Loose Ball!“ Aber was bringt erwachsene Männer dazu sich derartig zu benehmen? Die Liebe eines Fans für seinen Verein und seinen Sportler!

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die schlacht am kap #3

Die Schlacht am Kap ist in ihre entscheidende Phase. Der Boden gleicht einer morastartigen Masse vermengt mit den Überresten aus den vergangenen Kämpfen zwischen den afrikanischen Patrioten und dem Geschichtslehrern aus den USA. Die Gladiatoren betreten das Schlachtfeld: Auf der einen Seite englische Altstars – auf der anderen amerikanische No-Names. Offizieller Sponsor versus Ambusher. Round Three: Fight!

Die amerikanische Revolution mal anders oder Carlsberg vs. Budweiser

Ebenso wie Nikes „Write the future“ sorgte auch die „Team Talk“ Kampagne von Carlsberg im Vorfeld und während der Weltmeisterschaft für Aufregung. Mit einem mitreißenden Aufruf an alle englischen Fans ihre eigenen Mannschafts-Ansprache zu kreieren startete der Sponsor der FA seine Kampagne on- und offline in die finale Phase. Vorne weg der TV-Spot gespickt mit 16 englischen Sport-Legenden wie Jack Charlton, Stuart Pearce und dem Dart-Weltmeister Phil ‘The Power’ Taylor gefolgt von einer umfangreichen Print- und Plakatwerbung. Die Stars im Spot fungieren als Motivatoren einer durch die Katakomben ins Stadion einlaufenden englischen Elf. Zum Ende des Spots: Die Treppe ins Stadion an deren letzten Stufe Bobby Charlton und einer der „Three Lions“ wartet. Voller Patriotismus wird der Spot seinem Ziel ein Motivations-Video für die englische Elf zu sein vollkommen gerecht. Der Bezug zur Weltmeisterschaft in Südafrika bleibt allerdings unklar. Auf You Tube wurde der Spot über 600.000 Male gesehen. Vergleicht man die Anzahl der Klicks mit den anderen Kampagnen der Weltmeisterschafts-Ambushern so muss man festhalten, dass dies nicht wirklich viele sind. Der Branding Grade des Spots ist sehr gering. Weder Logo noch andere mit Carlsberg zu assoziierende Objekte sind in dem Spot zu finden. Ausgenommen die letzte Einblendung. Carlsberg: For England.

Ganz im Gegensatz zu Carlsberg legen die Macher im Hause Anheuser-Busch den Schwerpunkt auf Reality-TV und Internationalität. Im Rahmen der „Bud United“ Kampagne werden Fans aller 32 teilnehmenden Nationen per Kamera in einem Haus in Südafrika während der WM begleitet. Teil der Kampagne ist der TV-Spot zur Kampagne. Zu sehen: Elfmeterschütze und Torwart im Duell. Fans in den beiden Kurven welche versuche den Schützen bzw. den Torwart abzulenken. Der Spot ist nicht wirklich einfallsreich besitzt aber doch einen gewissen Humor, welcher beim Zuschauer das ein oder andere Schmunzeln verursachen wird. Trotzdem Budweiser 2006 auf starke Ablehnung bei den deutschen Fans gestoßen ist wird der Spot doch recht interessiert auf You Tube verfolgt. Die Anzahl der Klicks lässt sich schwer ermitteln, da der Spot in mehrfacher Ausführung kursiert. Der Branding Grade des Spots ist recht hoch: Budweiser trinkende Fans die Choreografien zelebrieren auf welchen überdimensionale Budweiser Flaschen zu sehen sind und im Hintergrund die Rollbande mit dem Budweiser Slogan. Auch der bezug zur Weltmeisterschaft wird schon in der ersten Szene des Spot klar deutlich: Der viel gescholtene Jabulani-Ball wird im Close-Up vom Schützen auf den Elf-Meter-Punkt gelegt.

Ganz im Gegensatz zu den bisherigen Schlachten und ihren Kontrahenten ist es diesmal der offizielle Sponsor, welcher den Bezug zur Weltmeisterschaft klarer darstellen kann. Budweiser gelingt dies in einer – zugegebener weise recht flachen – humorvollen Art. Währenddessen bleibt der Spot vom Carlsberg gespickt mit all seinem Patriotismus wohl nur für englische Fans unterhaltsam und verliert grade aus diesem Grunde auch seinen Bezug zur Weltmeisterschaft. Man schreibt sich 100 % Fußball auf die Fahnen – steht aber mit seinem 35-Millionen-Budget nur für 100% England… Was die reine Reichweite der Klicks auf You Tube anbelangt, so lässt sich dies nur schwer beurteilen, da die Spot von unterschiedlichen „Uploadern“ im Netz kursieren. Nimmt man die Klicks aus den offiziellen Kanälen der Marken, so liegt Carlsberg mit über 600.000 Klicks meilenweit vor Budweiser (ca. 42.000 Klicks). Der Branding-Grade ist wie oben beschrieben wiederum im Spot aus dem Hause Anheuser-Busch wesentlich höher. Geschickt wird das zu bewerbende Produkt in nahezu jede Szene integriert. Es fehlt noch der biertrinkende Elfmeterschütze… Folglich muss festgestellt werden, dass Budweiser in der Summe einen Spot geschaffenen hat, welcher einen deutlichen Bezug zur Weltmeisterschaft kreiert, erfolgreich von den Fans angenommen wird und einen hohen aber nicht zwingend aufdringlichen Branding Grade aufweist. Dumm nur wenn die Besucher der Fanmeilen dann das Bier des Konkurrenten trinken müssen.

spread the word!

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die schlacht am kap #2

Säbelrasselnd, messerwetzend, kanonenausputzend und bis unter die Ohren bewaffnet stehen sich die Kontrahenten gegenüber. Der Boden ist blutgetränkt vom gestrigen Kampf. Im Dreck die Reste von Hans Solo, David Beckham und Daft Punk. Das Schlachtfeld als Sieger verlassen hatte Kobe Bryant mit seinen Mitstreitern. Heute stehen auf der einen Seite Didier Drogba, Kaka, Lionel Messi, Frank Lampard und Thierry Henry. Auf der anderen Seite des Schlachtfeldes stehen Roger Milla und seine Horde von Spielern bereit bis aufs letzte für ihr Land ihre Marke zu kämpfen. Wir stehen weit entfernt in sicherer Distanz. Die Sicht ist schlecht. Vorsichtig nähern wir uns dem Geschehen.

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die schlacht am kap #1

Wer denkt dass die nervtötenden Vuvuzelas für den größten Lärm und das größte Aufsehen in den vergangenen Tagen gesorgt hätten, der täuscht sich. Nein, vielmehr sorgt eine niederländische Brauerei in den vergangenen Tagen für Aufsehen rund um den Globus. Doch was war geschehen?

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where is the love?

Das Spiel ist in seiner entscheidenden Phase angekommen. Beide Teams jagen über das Parkett und liefern sich einen atemberaubenden Schlagabtausch. Die Halle kocht, die Stimmung ist hitzig. Phrenetisch jubeln die Zuschauer von den Rängen und versuchen ihr Team zum Sieg zu treiben. Der best-of-five-Clash wird in den letzten drei Sekunden des Spiel Fünf mit einem Buzzer-Beater entschieden.

„Das war Werbung für eine faszinierende Sportart“,

werden alle Beteiligten nach dem Spiel zu Papier geben in die Kameras jubeln. Was wünscht sich das Herz eines Basketball-Fans mehr? Was wünscht sich das Herz eines Verantwortlichen der beiden Klubs oder der Liga mehr?

Sie wünschen sich, dass der Stellenwert ihres heiß geliebten Sports doch endlich auch bei allen Sportfans im TV denselben erfährt, wie bis gerade noch bei den Zuschauern in der Halle. Gruebler hat gestern einen traurigen Zustand festgestellt. Diesen hat man zwar die Spatzen schon von den Dächern pfeifen hören, aber dass er so enttäuschend ist hätte man sich wohl kaum erwartet. Festhalten sollte man es für den interessierten Leser trotzdem: Die Einschaltquoten während einiger Spiele der Play-Offs in der Basketball-Bundesliga lagen auf Niveau einer Call-In-Sendung bei Sat 1 um zwei Uhr Nachts…

Basketball ein Grund umzuschalten? Anscheinend gar nicht erst ein Grund einzuschalten.

Dabei begann die 43. Saison doch mit so erfreulichen Meldungen. Neue Hallen vertrieben den Turnhallenmief. Die jährliche Deloitte-Studie „Finanzreport deutscher Profiligen“ stellte in den vier großen Ligen „unter“ der Fußball-Bundesliga (2. Fußballbundesliga, HBL, DEL, BBL) das größte Umsatzwachstum bei der BBL fest. Ein neuer Namenssponsor der Basketball-Bundesliga wurde präsentiert, der nicht nur Geld in die Kassen der Liga, sondern auch der Klubs spülte. Und in der selben Woche verkündete man stolz: Der deutscher Basketball ist wieder zurück im Free-TV. Man frohlockte, dass die Abhängigkeit von einzelnen Sponsoren oder Mäzenen nun endlich aufgehoben werden könne, da ja nun triftige Argumente wie überregionale Reichweiten über das TV mit in die Sponsoring-Präsentation eingebaut werden können.

Ein Trugschluss?

Doch viele potenzielle Sponsoren ließen sich nicht von diesem trügerischen Licht blenden. Zwar vermeldete man z.B.  in Frankfurt, Ludwigsburg und in Bamberg Vertrags-Verlängerungen mit ihren Haupt-und Namens-Sponsoren, jedoch gelang es nur wenigen der anderen Klubs neue Sponsoren der beiden höchsten Kategorien (Namens- und Trikotsponsor) zu gewinnen. Ausnahmen bilden hier die BG Göttingen, die in einer Saison Namenssponsor verlor (Insolvenz der MEG AG) aber zugleich auf einen neuen Ausrüster und weitere -zumindest kurzfristige – (Trikot)Sponsoren fand. Und auch die Paderborn Baskets, die zum Ende der Saison einen neuen Namenssponsor für präsentierten.

Alternativen?

Da werden zu Recht alternative Finanzierungsmodelle wie in Trier (Gründung AG – Verkauf der Anteile) anvisiert. Allerdings sind diese i.d.R. eher  auf kurzfristige Liquiditätsbeschaffung als auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegt. Um langfristig sportlichen wie auch wirtschaftlichen Erfolg zu haben, sollten solche Methoden nur Teil eines gesamten Finanzierungspakets sein. Ein klassischer aber dafür trotzdem umso wichtiger Teil bleiben die Einnahmen aus den verschiedenen Sponsorships. Hier gilt es vor allem eine breite Basis zu schaffen um finanzielle Engpässe wie z.B. durch den Wegfall eines Hauptsponsors oder durch Insolvenz desselbigen kompensieren zu können. Zusätzlich ergeben sich aus kleineren Partnerschaften oftmals auch breiter angelegte Investments wie das Beispiel in Bamberg zeigt. Sponsoren welche auf diesen „unteren“ Ebenen aktiv sind sehen ihr Engagement auch eher als Maßnahme der Corporate Social Responsibilty als der Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Woran mangelt es denn dann?

Alternativen!

Also was gilt es zu tun fragt sich nun zu Recht der Leser dieses Kommentars. Für eine Vielzahl der Klubs gilt es zu begreifen, dass sie mit der Entwicklung der Liga wachsen müssen. Der Basketball der höchsten Spielkasse Deutschlands steht nicht mehr vor den Herausforderungen der späten 80er und frühen 90er Jahre. Dieser Basketball möchte Teil eines  bedeutenden Wirtschaftssektors sein und muss um in Konkurrenz zu anderen Angeboten treten zu können dementsprechend professionell organisiert sein. Das soll heißen, dass nicht nur Wachstum vor der Kulisse (Zuschauer, Umsatz, etc.), sondern auch hinter den Kulissen stattfinden muss. Hier sind die Verantwortlichen gefragt. Und deshalb der Appell: Gebt den Leuten mit entsprechender Ausbildung eine Chance um unseren gemeinsamen Wunsch Realität werden zu lassen!

Das Spiel ist in seiner entscheidenden Phase angekommen. Beide Teams jagen über das Parkett und liefern sich einen atemberaubenden Schlagabtausch. Die Halle kocht, die Stimmung ist hitzig. Phrenetisch jubeln die Zuschauer von den Rängen und versuchen ihr Team zum Sieg zu tragen. Der best-of-five-Clash wird in den letzten drei Sekunden des Spiel Fünf mit einem Buzzer-Beater entschieden. „Das war Werbung für eine faszinierende Sportart“ werden alle Beteiligten nach dem Spiel zu Papier geben in die Kameras jubeln. Was wünscht sich das Herz eines Basketball-Fans mehr? Was wünscht sich das Herz eines Verantwortlichen bei den beiden Klubs oder der Liga mehr?

Sie wünschen sich dass der Stellenwert ihres heißgeliebten Sports doch endlich auch bei allen Sportfans im TV denselben erfährt wie bis grade noch bei den Zuschauern in der Halle. Gruebler hat gestern einen traurigen Zustand festgestellt. Diesen hat man zwar die Spatzen schon von den Dächern pfeifen hören, aber dass er so enttäuschend ist hätte man sich wohl kaum erwartet. Festhalten sollte man es für den interessierten Leser trotzdem: Die Einschaltquoten während einiger Spiele der Play-Offs in der Basketball-Bundesliga lagen auf Niveau einer Call-In-Sendung bei Sat 1 um zwei Uhr Nachts…