entertainment brands deren wahrheit auf dem platz liegt?

entertainment brands deren wahrheit auf dem platz liegt?

„Die Wahrheit ist auf dem Platz.“ – Als König Otto sich mit dieser Floskel ein weiteres Denkmal setzte, dachte sicherlich keiner daran, wie stark sich die Aufgaben der Profi-Klubs mit dem Wandel der Technik ändern würden. Weltklubs wie Manchester City sehen sich in ihrem Selbstverständnis nicht mehr als reine Sportklubs, sondern als „Entertainment Brands“.

„Das was da auf dem Platz geschieht“ ist bereits seit Jahren die lukrativste Einnahmequelle der Profi-Klubs und in erster Linie die Vermarktung der Bewegtbildrechte. Was die meisten Verträge – ob zentral oder dezentral vermarket – allerdings nicht einschließen, sind die Geschehnisse hinter den Kulissen der Klubs.

Ob es bei Manchester City die berühmte „Tunnel Cam“  ist oder die 6-Sekünder des AS Rom via Twitter: Die Möglichkeiten eigene Inhalte als Klub zu erzeugen sind vielfältig. Ob als Bindungsmaßnahme oder zur Aktivierung neuer Fans: Die Inhalte sind hochgradig fesselnd, da es doch Einblicke sind, die der Fan in der Aktualität von keinem anderen Medium aufs Smartphone, Tablet oder den Desktop geliefert bekommt.

Jetzt mögen manche sagen, „Manchester City , AS Rom und als nächstes kommt Real Madrid. Für die ist das doch überhaupt kein Problem. Die zahlen das aus der Portokasse“ und unrecht wird er oder sie damit nicht haben.

Dass es allerdings auch anders geht, zeigt jüngst der 1. FC Köln. Der Effzeh sucht für das letzte Spiel der Saison einen „Vine-Reporter“, der das Spiel von der Presstribüne und die Interviews in der Mixed Zone verfolgen darf. Ein schöner Ansatz, der bei so manchen Bundesligisten völlig unvorstellbar wäre und neben der frühen Beziehungspflege zur #Effzeh-Community eine geschickte Einbindung der Fans in die Klub-Kommunikation darstellt.

Diese hilft nicht nur dem Fan, sondern auch dem Klub seine Ressourcen effizient zu nutzen. Eine Ressource liegt mir persönlich allerdings noch viel zu häufig brach: Und das sind die Spieler selbst. Sie fahren Bus, fliegen unvorstellbare Distanzen, schlagen an Flughäfen unzählige Stunden an Zeit tot, wetten, pokern und machen all die lustigen Dinge, die man auch mal neben der Arbeit machen würde. Und jetzt sagt mir bitte nicht, dass hier keine Zeit für die Kommunikation (für den Klub) mit dem Fan übrig sei (weil die Spieler sich konzentrieren müssten).

Ein schönes Beispiel aus dem deutschen Basketball, waren jüngst die Spieler der Brose Baskets, die spontan auf einer Busfahrt ihren Harlem Shake drehten und veröffentlichten. Nein, ich will mir selbst keinen Shake mehr antun. Deshalb gibt’s nur ein Link zum Video des Early Adopter unter den Beko Basketball Bundesligisten.

Was meint ihr? Werden wir in Zukunft vermehrt Klubs sehen, die direkt auf ihre Spieler zurückgreifen oder sollten die Spieler von solchen Maßnahmen verschont bleiben? Welcher Meinung auch immer ihr seid, die Wahrheit liegt so oder so auf dem Platz.

Foto: Flickr.com / Loozrboy

2 thoughts on “entertainment brands deren wahrheit auf dem platz liegt?

  1. Mal ganz ehrlich. Warum sollten die Spieler das denn nicht tun? Zeit hätten sie Meiner Meinung nach definitiv dafür. Außerdem gibt es auch immer verletzte Spieler, die man dafür einsetzen könnte.

    Das setzt aber voraus, dass die Spieler wissen was sie da tun und welche Folgen das haben kann (positiv wie negativ). Dazu braucht es entsprechende Schulungen. Wenn ich mir allerdings die Social Media Landschaft und insbesondere den Umgang von deutschen Profisportlern mit dem Thema Social Media anschaue, dann glaube ich, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis wir in diesen Sphären angekommen sind…

  2. Pingback: Liegengebliebene Lesehinweise | sportinsider

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