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nascar fahrer twittert während rennen und gewinnt 100.000 follower

Als erstes muss ich ganz ehrlich sagen, dass die NASCAR mich noch nie so richtig interessiert hat. Aber eins hat mich grade heute völlig umgehauen. Wie ihr ja sicher mitbekommen habt, hat mit Brad Keselowski ein Fahrer WÄHREND der Unterbrechung eines Rennens fleißig aus seinem Rennwagen getwittert und dabei noch mit seinen Fans und Followern fröhlich dem Dialog gefrönt.

Das Dankeschön? Checkt die Google-Suche oder glaubt einfach, dass er knapp 100.000 Follower durch diese Aktion für sich gewonnen hat. Aber hat er tatsächlich gewonnen und wer sind die Verlierer? Dazu gleich mehr.  Erst einmal heißt´s zurücklehnen und vor Augen führen was der gute @keselowski während dem Rennen so veranstaltet hat:

Unfassbar oder? Scrollt ruhig noch einmal hoch, lasst das was ihr seht sacken und dann geht´s weiter.

Auf den ersten Blick aus der Perspektive eines Sportfans ist man einfach nur begeistert. Näher kann jemand, der sich für die Sportart kein Stück interessiert hat, nicht an das Geschehen gebracht werden. So schnell werde ich die NASCAR und ihren aus dem Fahrzeug twitternden Fahrer nicht vergessen.

Nachdem meine Begeisterung aus Perspektive des Sportfans und Social Media Nerds ein wenig nachgelassen hat, kommt die Frage auf inwiefern der Fahrer 100.000 Follower gewonnen oder er und damit auch die Rennserie an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Gewonnen hat er für mich in dem Moment, in dem er sich bei abgestellten Fahrzeugen dazu entschlossen hat direkt von der Rennstrecke zu twittern. Hier ist klar zu erkennen, dass das sportliche Geschehen unterbrochen und durch Unachtsamkeit keiner zu Schaden kommen kann.

Das Bild eines brennenden Fahrzeugs und eines eventuell schwer verletzten Kollegens zu twittern ist für mich einfach nur geschmackslos und Stil der Zeitung mit den vier Buchstaben. Einen Rennfahrer mit einem Smartphone ins Auto steigen zu lassen ist – nun ja sagen wir einmal „interessant“.

Es kommt also die Frage auf: Wo sind dem Gebrauch von Social Media Grenzen gesetzt? Was das sportliche Geschehen anbelangt ist das für mich der Punkt, an dem die Sportler den Platz betreten.

Alles was sich außerhalb des Feldes, der Strecke oder was auch immer bewegt ist je nach den Gegebenheiten ein Terrain, welches bestens geeignet ist um Fans, Journalisten oder Interessierte an das Geschehen heranzuführen. Das kann in meinen Augen der Sportler – je nach Medienkompetenz- selbst entscheiden. Das sportliche Geschehen bleibt tabu.

Bild: Flickr.com / rogerbarker2

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