die vier am eck – gedanken zu social media und sport #17

Okay. Nennen wir es Lock-Out. Also ich war es zumindest. Arbeitstechnisch. Weg von diesem Blog hier. Was blöd für die anderen war. Sorry for that. Darum sind die “vier am eck” auch nur zu dritt. Die Idee hinter “die vier am eck” ist relativ einfach und bleibt dennoch gleich: Jede Woche setzen sich vier von uns Verrückten zusammen und diskutieren eine These zu Social Media und Sport (und darüber hinaus). Mit Ausnahme von heute.

These: Die Sportler selbst suchen den Austausch


Georg sagt: Ich will mit euch reden!

Wir alle nehmen die Sportler auf Social Media wahr. Wir drücken “Gefällt mir” auf Facebook, wir retweeten ihre Tweets, wir sehen uns auf YouTube ihre Videobotschaften an und lesen ihre Blogs. All diese Services genießen wir und sehen sie als kostenlosen Dienst an uns, den Fans, an. Wir nutzen sie und machen uns keien Gedanken über die Intentionen.

Die Athleten mussten sich aber irgendwann entscheiden, auf Social Media zu gehen und dort etwas zu machen. Dieser Gedankengang hatte ein Interesse zu Grunde liegen. Wenn Sportler sehr privat twittern und den ganzen Tag über ihr Essen und sonstige Gedanken schreiben, gehe ich schwer davon aus, dass ihren Aktivitäten ein natürliches Interesse an Medien und dem Social Web zu Grunde liegt. Einfach mal ausprobieren und schauen, wie’s so läuft.

Klinisch durchgestylte, durchgeplante Social-Media-Auftritte von Athleten haben möglicherweise auch derlei Intentionen, sind jedoch meistens erst durch Interessen Dritter zu dem geworden, was sie sind. Agenturen und Medienberater wittern natürlich Geschäft und versuchen mit halbgaren Konzepten schnell alle Sportler einzudecken.

Was dabei oft vergessen wird ist, dass Social Media keine Einweg-Kommunikation ist. Neben dem Feedback der User, ist auch wichtig, was der Sportler veröffentlicht. Man merkt schnell, wenn der Athlet interessiert ist und wann irgendein Praktikant für ihn twittert. Da fehlt die Liebe zu Social Media und macht das Engagement kaputt.

Also liebe Athleten: Show some love! (and share some insights ;-))

Jonathan sagt: Und wie sie ihn suchen!

Da bleibt nur noch eine Frage offen: “Mit wem?” Ich sag jetzt einfach mal grundsätzlich “ja, den suchen sie”. Viele suchen ihn aber nicht nur um mit den Fans zu teilen, was sie und ihre Persönlichkeit ausmacht, sondern suchen den Kontakt zu ihren Kollegen. Sie tauschen sich also (im Idealfall) nicht nur so aus wie jeder andere auch, sondern sie nutzen die verschiedenen Tools auch so wie wir.

Wenn man da einen Blick auf die weibliche deutsche Tennisstars wirft, kristallisiert sich ein sehr charismatisches Quartett heraus. Ganz egal ob es @Annagroenefeld ist, die mit ihren Followern über eine Fernseh-Show diskutiert, ob es @juliagoerges ist, die ihren Fans ganz besondere Geschenke zum Geburtstag macht, oder @andreapetkovic, die sich nicht zu schade ist den großen Blonden aus Germany in den Klub einzuladen und @sabinelisicki, die ihren Lieblingsklub in der Heimat supportet. Großartig wird es aber dann, wenn die drei sich untereinander austauschen!

Gemischt mit dem direkten Austausch, wie ihn Lewis Holtby zum Beispiel sucht um sich bei seinen Fans zu entschuldigen, finden Sportfans viele, viele kleine Shaquille O´Neals im Social Web, die unterhaltsam, nahbar, charismatisch und einfach liebenswert sind. Viele Sportler haben ihr Handwerk begriffen und suchen in der Tat den Austausch. Mit wem auch immer …

Hauke sagt: Nur die Sportler selbst können authentisch mit den Fans kommunizieren, wenn sie denn wollen.

Auch zur heutigen These lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Analog zu den vielen verschiedenen Möglichkeiten, die Social Web Tools zu nutzen, gibt es hinsichtlich des Austauschs verschiedene Typen von Sportlern. Die einen suchen, die anderen suchen nicht danach. Ich denke, dass langfristig nur der Sportler selbst authentisch in den Austausch mit Fans, Kollegen und anderen treten kann. Berater und Manager können durchaus Informationen im Namen ihrer Schützlinge veröffentlichen, werden im Austausch allerdings keinen gleichwertigen Ersatz darstellen können. Die Menschen haben stets ein sehr gutes Gespür für Mogelpackungen. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel; es sollte aber immer klar sein, mit wem ich im Social Web spreche.

Wenn es um Paradebeispiele für deutsche Sportler im Social Web geht, fällt oft der Name Lewis Holtby. Grund genug, einen Abstecher auf das Twitter-Profil des Fußballprofis zu machen. (https://twitter.com/#!/LewisHoltby) Schnell erkennt man, dass Lewis sein Profil regelmäßig mit Informationen befeuert und der Fan so einen sehr guten Einblick in das Leben des Sportlers bekommt. Allerdings gibt es keinerlei Aktivitäten, mit den Fans in den gegenseitigen Austausch zu treten. Die Informationen gehen stets in eine Richtung, ein richtiges Gespräch mit dem Sportler findet nicht statt.

Mein Favorit in Sachen Twitter ist und bleibt Dirk Nowitzki, der nicht nur den Austausch zu seinen Fans sondern auch den zu anderen Sportstars sucht. Wie bereits in der vergangenen Ausgabe der vier am eck geschildert, beantwortet der Würzburger nicht nur sporadisch die Fragen seiner Follower sondern plaudert auch mit anderen bekannten Gesichtern der Sportwelt. So wurde sich gestern mit Tennisspielerin Andrea Petkovic über die Musikauswahl beim DJing ausgetauscht. Besonders diese Art des öffentlichen Austauschs von zwischen (Sport-)Stars ist für den Fortschritt des Social-Web-Entwicklungslandes Deutschland von enormer Wichtigkeit.

Derzeit sind die reinen Publizisten unter den deutschen Sportstars noch deutlich in der Überzahl. Bis wir hier einen stets den Austausch suchenden Social-Web-Veteranen wie Chad Ochocinco oder Shaq haben, wird es wohl noch ein wenig dauern … ich bleibe optimistisch.

Daniel sagt: … (heute mal nix – aus Gründen)

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