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wartezeit verkürzen mit der beko bbl: fotoaktion „mach die hütte voll“

Es sind harte Zeiten für Fans jeder Sportart. Kaum ist der letzte Fitzel des Konfettiregens der Meisterfeier auf den Hallenboden gefallen, beginnt das Warten. Warten, dass die neue Saison doch bitte endlich losgeht. Manche können sich mit Vorbereitungsspielen, internationalen Turnieren und Co. über die Pause hinwegtrösten, aber das ist nie dasselbe. Man ist begeistert, aber das tägliche Kribbeln vor und nach dem Spieltag am Wochenende, es ist nicht da. Wie verkürzt man also die Wartezeit? Genau darauf Antworten zu finden, das hat sich das Kommunikationsteam der Beko Basketball Bundesliga für diesen Sommer auf die Fahnen geschrieben.

Seit Wochen berichtet man auf der offiziellen Facebook-Fanpage der Liga täglich über Transfergerüchte und Tatsachen, begrüßt neue Akteure in der höchsten deutschen Spielklasse und verabschiedet Helden und Veteranen auf ihrem Weg in neue Länder. Man tut also alles, um die Fans bei Laune zu halten und über die neuen Gesichter der Teams auf dem Laufenden zu halten – auf Text- wie auch Bild- und Videoebene.

Ein ganz besonderes Goodie hat man allerdings am Freitag aus dem Hut gezaubert. Mit der Aktion „Mach die Hütte voll“ widmet man sich der Huldigung der stillen, aber unabdingbaren Leistungsträgern der gesamten Liga: den vielen tollen Spielstätten der Vereine.

Was haben wir für wunderbare Arenen mittlerweile in der Beko Basketball Bundesliga!? Von Berlin nach München, Bayreuth nach Bremerhaven und von Trier nach Göttingen: Überall sind die Hallen herausgeputzt und mittlerweile unser aller liebster Aufenthaltsort am Wochenende.

Mit diesen Worten präsentiert die Liga ein Fotoalbum auf Facebook, das alle 18 Hallen der Bundesligisten präsentiert, und einen einfachen Aufruf startet: Leute, taggt euch auf dem Foto und zeigt, wo ihr am Wochenende am liebsten eure Freizeit verbringt, Herzblut reinsteckt und euch die Kehle aus dem Hals schreit, wenn euer Team am Brett abräumt und es Dreier regnen lässt.

Kleiner Disclosure: Unser guter Jonathan Müller, der hier das Hausrecht inne hat und den Laden mit am Laufen hält, arbeitet bei eben jener Beko BBL im Marketing und kümmert sich um den Social-Media-Part. Die Idee ist also seinem kreativen Kopf entsprungen. Ihr könnt euch also denken, wie leicht es für mich nun war an ein kleines Interview ranzukommen, auch wenn er nicht komplett aus dem Nähkästchen plaudern darf😉

Q: Jonathan, zuerst einmal Glückwunsch zu eurem gelungenen Saisonpausenüberbrückungsprogramm und der wirklich cleveren Fotoaktion! „Mach die Hütte voll“ scheint sich ja bestens zu entwickeln. Ihr seid mit 18 Fotos der Hallen gestartet und habt nun, nachdem viele Fotos an die 40mal getaggt worden sind, weitere Bilder hochgeladen, um noch mehr Tags ermöglichen zu können. Stand heute sind es 38 Fotos, wenn ich mich nicht verzählt habe. Habt ihr mit diesem Erfolg gerechnet oder eine konkrete Zielsetzung damit verfolgt?

A: Der Erfolg war so nur schwer vorhersehbar. Mittlerweile sind die Arenen unserer Klubs in knapp 1.000 Profilen und etlichen Newsfeeds von Freunden der Fans unserer Seite angelangt. Die Interaktionen und die Fanzahlen der Page haben sich für die ruhige Zeit der Off-Season sensationell gut entwickelt.

Ziel war es den Fürsprechern für die Atmosphäre in den Arenen der Liga, den Fans, weiterhin Stoff für die Stories zu geben, welchen sie mitteilen wollen. Und da die Nutzer einen großen Teil ihrer Zeit auf Facebook in den Profilen ihrer Freunde verbringen und sich Fotos (aus dem Stadion oder der Arena) anschauen, lag es auf der Hand, den Fans auch in der spielfreien Zeit die Möglichkeit zu geben, ihren Klub zu repräsentieren.

Das Wachstum der Seite stand gar nicht mal so sehr im Vordergrund. Wir wollten die Liga und ihre Arenen einerseits in ihrer Ganzheitlichkeit, andererseits aber auch in ihrer Besonderheiten an den einzelnen Standorten präsentieren und dabei möglichst geschickt, und ohne viel Geld in die Hand zu nehmen, die Mechanismen auf Facebook ausnutzen.

Q: Was für mich wirklich bemerkenswert ist, ist die Tatsache, dass es euch gelungen ist die Fans mit minimalem Aufwand zu aktivieren. Ihr lobt keinen Preis aus, keine Belohnung oder sonstigen Bonus. Ihr appelliert im Prinzip ja nur an ihre pure Leidenschaft …

A: …das ist doch auch das Schöne am Sport. Fans fühlen sich verbunden mit ihrem Klub und möchten ihn weiter nach vorne bringen. Wir als Liga oder einzelne Klubs können die Begeisterung die in unseren Arenen vorherrscht, mit Sicherheit gut transportieren. Gemeinsam mit den Fans gewinnt das allerdings noch eine ganz andere Kraft und an zusätzlicher Glaubwürdigkeit.

Wir wollten ganz bewusst keinen Preis ausloben. Nicht nur weil es in der Form wie wir es gemacht haben, nicht konform mit den Werberichtlinien von Facebook gewesen wäre, sondern weil es uns wichtig war, die Aktion bis hin zum Klub zu verlängern. Deswegen haben wir uns gesagt, dass wir die Preise – die durchaus zur Verfügung gestanden hätten – an den siegreichen Klub weiterreichen. Dieser kann dann aufbauend auf der ligaweiten eine spezielle Aktion starten und seinen Fans für ihre Treue danken.

Q: Woher kam die Inspiration für das großangelegte Fototagging? In Deutschland habe ich persönlich eine solche, von der Liga aufgezogene Aktion noch nicht gesehen. Aus dem Stand fiele mir einzig das 360-Degree-Wembley-Stadium-Panorama ein, das in eine ähnliche Richtung geht, wenn auch weitaus größer angelegt …

A: Die Klubs der NFL und der NBA haben Anfang der vergangenen Spielzeit angefangen mit diesen 360°-Bildern zu arbeiten und ihren Fans die Möglichkeit gegeben, sich dort zu taggen und so diese beindruckenden Bilder in die Newsfeeds ihrer Freunde zu tragen. Immer mit dem Ziel vor Augen, neue Personen für die Location und den Sport zu begeistern.

Das ging allerdings immer von den Klubs selbst aus. Da lässt sich mit Sicherheit eine schöne Fan-Basis als Botschafter für das Erlebnis im Stadion aktivieren. Jedoch ist sie begrenzt. Was mir gefehlt hat ist das Ganzheiltiche. Die Aktion der einzelnen Klubs bediente nur die Leidenschaft des „Heim-Fans“, nicht aber die der vielen anderen Fans.

Du hast das Thema Leidenschaft und die Emotion ja eben angesprochen. Also warum nicht Rivalitäten in der Liga nutzen? Warum nicht zum Wettbewerb aufrufen. Jeder Fan möchte dass sein Team das Beste ist und hilft, wenn diese Emotion bedient wird, gerne mit.

Q: Auch wenn du wahrscheinlich nicht spoilern darfst, aber kannst du uns einen kleinen Ausblick auf die nächsten Aktionen geben, die ihr für die Basketballmaniacs angedacht habt?

A: Ein wenig darf ich das schon (lacht). Am Mittwoch startet die Basketball-Europameisterschaft in Litauen. Mit Dirk Nowitzki und Chris Kaman hat unsere Nationalmannschaft einen ganz großartigen Grundstein wie ich finde. Aber man sollte nie vergessen, dass zehn von zwölf Spielern ihre Brötchen in der Beko BBL verdienen. Deshalb ist es auch unsere Aufgabe, bei der EM etwas für unsere Spieler und für unsere Fans zu tun.

In der Beko BBL-Fanzone wird nahezu jeder Spieler ein „Social-Media-Profil“ bekommen, das es dem Fan ermöglicht, weiter nah am Spieler dran zu bleiben. Es wird Q & A –Sessions mit den Spielern auf unserer Facebook-Page und Fans die abseits des Spielgeschehens über die EM bloggen geben.

Mit Blick auf die kommende Saison ist es uns sehr wichtig, dass wir den Fans der Beko BBL und den Vereinen die Möglichkeiten bieten, ihre Erlebnisse, ihre Leidenschaft, das spektakuläre Spiel mit anderen Personen zu teilen. Ohne zu konkret zu werden, da die Aktion noch in der Planung ist, werden wir genau das weiter voranbringen. Die Fans sind die Botschafter unserer Sportart.

Danke für die Einsichten! Bis zum nächsten Interview😉

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