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durst, twitter, bier und ein stadion – na dann mal prost!

Die Menge tobt. Das Stadion bebt. Bengalos leuchten. Fahnen wehen. Konfetti fliegt durch die Luft. Der Trainer tanzt. Die Betreuer rennen aufs Feld. Das Maskottchen wie irre auf der Brüstung der Tribüne. Die Spieler wie besessen vor der Fankurve auf und ab. Die Atmosphäre ist beeindruckend. Der Kommentator wird den Zuschauern sagen: „Was für ein Hexenkessel, der droht bald überzukochen. „Davon werde ich meinen Enkeln noch erzählen“ bin ich verleitet zu sagen.

So langsam kühlt die Atmosphäre wieder ab und alle besinnen sich darauf, dass noch gute zehn Minuten zu spielen sind. „Jetzt ein kühles Bier“ schießt es mir durch den Kopf. Schnell noch bevor in der Halbzeitpause die Schlangen vor den Ständen sich bis ins schier Unendliche winden.

Jetzt aufstehen und die entscheidende Szene verpassen? Wofür habe ich denn hier mein Geld ausgegeben? Die Entscheidung ist klar. Ich bleibe sitzen. Dann schießt es mir wie ein Geistesblitz durch den Kopf: War da nicht eben noch so ein Kerl der Bier durch die Ränge getragen hat?

Hatte dieser Kerl nicht etwas auf seinem Rücken stehen? Hmh… wenn ich mir doch nur erinnern könnte. Auf jeden Fall ist er grade nicht zu sehen. Da ist es wieder. Meine Erinnerung setzt wieder ein. Vor meinen Augen erscheinen die Zeilen auf dem Rücken des Bierjungens:

“I deliver & hock beers up the aisles @ Safeco. I will hand deliver to you if you Tweet me your order! Tweet me your seat number & order on lower level.“

Gesagt – getan. Smartphone gezückt, Twitter-App gestartet und dem werten Herrn Bierlieferanten meinen Sitzplatz und meine Bestellung getweetet:

Ok, ich geb es ja zu. Das war alles nur erstunken und erlogen. Fast! Falsch war, dass ich im Safeco Field der Seattle Mariners sitze. Bengalos waren wahrscheinlich auch nirgends zu sehen, aber egal.

Richtig ist auf jeden Fall, dass in der Arena ein werter Herr durch die Ränge marschiert und auf die Tweets der durstigen Fans wartet. Und dass diese Idee angenommen wird macht nicht nur die Twitter-Suche nach den @Msbeervendor beeindruckend deutlich.

Ein tolle Idee, sich die Bequemlichkeit der Besucher und dem technologischen Fortschritt zu Nutze zu machen und mit einer einfachen Umsetzung ein wenig ehrlich verdientes Geld zu verdienen, oder? Ich finde die Idee genauso simpel wie genial und wäre der erste Besucher im Stadion, der beim „Beerguy“ eine Bestellung aufgeben würde.

Das Schöne ist, dass der werter Herr Beervendor nicht allein ist. Eine kurze Recherche ergab, dass auch bei den Philadelphia Phillies Bill the beerman auf die Tweets der Fans wartet. Aber nicht nur das: Schon im Herbst 2010 sind die Phillies mit einer App an den Start gegangen sind, über welche sich Essen direkt zum Sitz im Stadion bestellen ließ.

Also auf geht’s liebe Vereine ich möchte den ersten Bierlieferanten mit einer Twitter-Account durch die Ränge der Bundesligen flitzen sehen.

Bild: (flickr.com / jorge-11 )

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