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location based services in der bundesliga auf dem siegeszug?

“Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast”, wusste einst schon ein weiser Mann zu sagen. Und genauso muss es mit Sicherheit dem ein oder anderen gegangen sein, als er die vergangenen Analysen zur Nutzung von Location Bases Services in der Bundesliga gelesen hat. Ich kann aber beruhigen. Hinter dieser Analyse steckt nicht mehr und minder Interesse, als einen Status Quo festzuhalten.

Und dieser schließt ganz gewiss nicht nur die absoluten Zahlen der verschiedenen Bundesliga-Stadien ein. Sind sie doch unterschiedlich groß und stellen daher unterschiedliche Voraussetzungen für die Bundesligisten auch im Bereich der Location Based Services dar. Aus diesem Grunde möchte ich die Zahl aller Check-Ins in einem bestimmten Stadion zu der Zahl der Zuschauer, welche in der Saison 2010/11 das jeweilige Stadion besucht haben, setzen. Im Ergebnis erhalten wir den „Geek-Index“.

Er beantwortet uns die Frage, wer denn nun der wahre LBS-Bundesliga-Meister ist und welchen Stellenwert Location Based Services bei der breiten Masse der Zuschauer tatsächlich besitzen.

Relation eingecheckte Zuschauer/Zuschauer

Fasst man zusammen, so fallen einige Aspekte auf:

  • Wie auch bei den absoluten Zahlen liegt die Allianz Arena auch beim relativen „Geek-Index“ mit 1,32 % weit vorne. Es checkten also 1,32 % aller Zuschauer in der Arena ein.
  • Überraschung auf Platz zwei. FC St. Pauli schrammt knapp an der 1 % Marke vorbei und kann mit 0,92 % von Platz Zwei auf die Verfolger blicken
  • Auf den Plätzen drei und vier liegen die beiden Klubs aus dem Rheinland 1.FC Köln und Bayer Leverkusen
  • Damit verhelfen die beiden Klubs (man möge mir diese Addition in Köln und Leverkusen bitte verzeihen!) dem rheinländischen Köln und Umgebung mit kombinierten 1,57 % zur Führung im Städteranking vor Hamburg (1,55 %) und München.
  • Durch die Relation der Check-Ins zum Fassungsvermögen des Stadions fällt die Borussia aus Dortmund (0,62 %) auf den sechsten Platz zurück
  • Im Liga-Durchschnitt checken 0,59 % aller Zuschauer ein

Grade letztere Zahl mag auf den ersten Blick alles andere als beeindrucken. Noch nicht einmal 1 % im Durchschnitt ist nicht gerade viel und erklärt nicht warum Anfang 2011 den Location Based Services der Marktdurchbruch prophezeit wurde. Davon sind sie wahrscheinlich auch in der kommenden Zeit noch entfernt. Betrachtet man allerdings das Wachstum der Services in der Bundesliga, dann kann man schon andere Eindrücke gewinnen:

Entwicklung der Relation eingecheckte Zuschauer/Zuschauer

Betrachtet man die Grafik, so stechen einem direkt einige Auffälligkeiten ins Auge

  • Zu schön ist es als Fan und ehemaliger Mitarbeiter des FC´s hier verkünden zu dürfen: Mit +136,3 % konnten die Kölner den Anteil an eingecheckten Zuschauern mehr als nur verdoppeln. Das ist einsame Ligaspitze
  • Nicht minder überraschend, die Plätze Zwei bis Sechs mit dem 1. FC Kaiserslautern (+88,1 %, dem FC St. Pauli (+77,5 %) und den Borussen aus Mönchengladbach (+73,7 %) im oberen Tabellendrittel.
  • Traurig das Tabellenende: Sowohl die AWD (-6,3 %) als auch die Rhein Neckar Arena (-9,2 %) müssen einen Rückgang der Check-Ins in Relation zu den Zuschauern hinnehmen.
  • Im Ligaschnitt gelang es trotzdem den Anteil der eingecheckten Zuschauer um +43 % zu steigern.

Nahezu die Hälfte aller Arenen der Bundesliga konnte die Anzahl an Check-Ins im Vergleich zum 21. Spieltag verdoppeln. So checkten 60.045 Fans von insgesamt 10.216.459 Millionen Zuschauern bisher in einem Bundesliga Stadion ein. Das entspricht einem Schnitt von 0,59 %.

Trotzdem die 0,59 % vielleicht für den ein  oder anderen eine enttäuschende Zahl sind, muss man festhalten, dass sie mit ihrem starken Wachstum (+43 % im Ligaschnitt) auf einem guten Wege sind, vielleicht eines Tages fester Bestandteil des Angebots eines Klubs zu werden.

Blickt man auf die Liga, so stellt man fest, dass München, Hamburg und Köln auf einen größeren Stamm an Zuschauern bauen können, die sich für derart neue Dienste wie Foursqare oder Facebook Places interessieren, als der Rest der Liga. Die Allianz Arena, der Signal Iduna Park, das RheinEnergie Stadion, die Imtech Arena und Mercedes Benz Arena machen dabei 53 % der Check-Ins aus.

Bild: flickr.com/photos/surfguard/

Betrachtet man die beiden Dienste, so kann man klar feststellen, dass Facebook Places längst die Marktvorherrschaft übernommen hat. Die pure Kraft der Nutzerzahlen Facebooks verhilft dem Dienst zu einem Marktanteil von 83 % in der Bundesliga im Vergleich zu Foursquare.

Richtige Kraft bekommen diese Zahlen allerdings erst, wenn man bedenkt, dass die Bundesligisten aktiv überwiegend noch keine Anreize setzen in das Stadion einzuchecken. In keiner Arena lässt sich ein Foursquare Special oder ein Facebook Deal finden.

Ausnahmen sind sicher der 1.FC Köln und der FC Bayern München. Der FC wusste als erster Bundesligist mit einem Special auf Foursquare auf sich aufmerksam zu machen, stellte dieses allerdings wenig später wieder ein.

Der FC Bayern begleitete bekanntlich den deutschen Markteintritt der Facebook Deals und verschenkte 1.000 Schals. Beide Klubs sind die einzigen, welche die „Venue“ oder den „Place“ Stadion geclaimt haben.

Bild: ( flickr.com / Brian Wilkins )

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2 Gedanken zu “location based services in der bundesliga auf dem siegeszug?

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