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fc barcelona – mehr nur als 10 millionen likes auf facebook

Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem man einfach sprachlos ist. An welchem man aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. An welchem man sich den Eindrücken einfach hingibt ohne groß zu analysieren und auszuwerten was da gerade geschieht. Ähnlich ging es mir, als ich die Chance während es Global Sports Forums hatte das Stadion des großen FC Barcelona mal ganz aus der Nähe, mit einem Blick hinter die Kulissen zu betrachten.

Auf dem Weg zum Stadion marschiert man auf einen Tempel zu, welchen man sonst nur von innen und von den TV-Übertragungen kennt. Man tritt vor das beeindruckende Gebäude und wird durch freundliche Mitarbeiter und ein weites Foyer empfangen. Wenige Treppen durch einen nichtssagenden Aufgang geht man um die Ecke um von einer ellenlangen Glasfassade empfangen zu werden.

An sich noch wenig beeindruckend. Doch mit jedem Schritt ins Innere der Ruhmeshalle des Klubs, wird einem klar, das ist nicht irgendein Fußball-Klub. Das ist nicht irgendeine langweilige Stadiontour, wie man sie alltäglich erleben kann. Hier stehen nicht die staubigen Trophäen aus vergangenen Triumphen und Turnieren an welche sich heute keiner mehr erinnern kann. Hier steht all das was man sich im Fußball, Basketball und Handball nur erträumen kann.

Von nationalem Pokal, zur Meisterschaft. Von der Championsleague-Trophäe über den Korac-Cup zum Pokal der Euroleague im Basketball. Und all das bitte nicht in einfacher Ausführung, sondern wenn schon, dann auch in Serie. Da grüßt die Weltfußball-Kugel ebenso wie die ersten Torwart-Handschuhe aus längst vergangenen Zeiten. Da grüßt die Vergangenheit in der Vitrine die Zukunft in Form von modernen Touchscreens an der Wand.

Wie im „normalen“ Leben bleibt auch hier nicht viel Zeit die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Durch verwinkelte Gänge geht’s weiter. Rostige Treppen nach oben, rostige Treppen nach unten. Einmal links, zweimal rechts abgebogen, noch einmal eine Treppe hinauf und wieder hoch und schon ist die Orientierung irgendwo auf der Strecke geblieben. Plötzlich werden die Gänge wieder weiter und es geht eine breite Treppe nach unten.

Eine gewisse Vorahnung mischt mit Vorfreude, Aufregung und einem breites Grinsen. Man steht vor den Treppen zum Spielfeld. Der Mythos dieses Stadions liegt in der Luft, trotzdem wohl kein einziger der 120.000 Zuschauer oder gar 22 Spieler am heutigen Abend im Stadion zu finden ist, kann man die Atmosphäre förmlich spüren. Wenige Treppenstufen trennen mich nun vom legendären Rasen im Nou Camp.

Mit wackligen Knien wird aber auch diese Hürde genommen und ein beeindruckendes Bild begüßt mich. So beeindruckend, dass es schwer fällt in Worte zu fassen. Hätte man nicht die Hilfe direkt vor Augen. In großen gelben Lettern grüßt sie von der Gegentribüne: MES QUE UN CLUB.

Und genau das ist es was auch noch Tage nach dieser Tour bei mir verankert bleibt. Das ist weit mehr als nur ein Klub. Das ist eine Philosophie, das ist eine Leidenschaft, das ist Tradition und Moderne zugleich. Das ist definitiv nicht in Worten zu beschreiben. Das ist mehr als ein Klub!

Gelangweilt? Kann ich verstehen, denn dies ist eine Erfahrung, die zu sehr von den Bildern lebt, als dass sie durch Worte beschrieben werden kann. Eins macht sie aber sehr beeindruckend deutlich: Ohne dass ich auch nur einen Spieler, Fan, oder Trainer während der Tour gesehen habe, hat sie mich derart in ihren Bann gezogen und auf einer emotionalen Ebene angesprochen, dass sie mich zumindest zu einem Anhänger des Klubs macht. Eines Klubs, den ich nur aus TV oder aus der digitalen Welt kenne. Aus der weiten Ferne mit einer persönlichen Nähe hin zur tiefen Verbundenheit.

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