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#digisport shortcuts no.9

Sind Roundups nicht schön? Ein kurzer Rückblick auf Vergangenes und dann auch noch schnell ein paar eigene Zeilen hinzufügen. Ich hoffe es geht euch ähnlich wie mir. Bietet sich so doch immer noch einmal die Möglichkeit der Schnelllebigkeit des Business zu entfliehen und in Ruhe auf die neuesten Entwicklungen zurück zu blicken. Entwicklungen die auch heute mal wieder Spannendes zu Tage bringen. In Gelsenkirchen findet offenbar aktuell ein Umdenken in Richtung der Social Media statt. In Charlotte (USA) sind die Ticket-Sales-Kräfte endlich und so werden die Fans aktiviert. Die Golden State Warriors sind mittlerweile alte Hasen im Umgang mit den Facebook Deals und das #sportbiz auf Twitter mittlerweile schon eine schöne Tradition.

Schalke 04 mag eben doch Social Media

Einen wahrlich spannenden, herrlich reflektierten Beitrag hat Matthias Berghöfer über Schalke 04 und das facebook für „Auswärtssieg“ geschrieben. Die Anlässe dafür sind recht schnell genannt. An erster Stelle steht das Interview des Medienhandbuch Sports mit Rolf Dittrich, was uns dazu veranlasste zu diskutieren ob die Bundesliga überhaupt Social Media braucht. Aber auch die inoffizielle Fanseite des S04 und der kürzlich Beitritt von Felix Magath in das Social Network.

Matthias Berghöfer hinterfragt dabei kritisch und argumentiert schlüssig warum der Auftritt von Felix Magath gelungen ist. Dabei fördert er aber auch Erstaunliches zu Tage. Rolf Dittrich lobt die inoffizielle Facebook-Seite der Knappen gegenüber den Betreibern und toleriert das Verwenden von markengeschützten Symbolen, die gegenüber den Fans in früheren Zeiten geahndet wurden. Zum allgemeinen Erstaunen legt Dittrich noch nach und schickt seinen Cheftrainer und Manager Magath ins facebook. Quasi als Add-On zur „sympathischen“ Fan-Seite.

Besser hätte es für ihn nicht laufen können. Das Feedback der Nutzer muss er jetzt nicht mehr fürchten und kann seinen fehlenden Glauben an den Nutzen der Social Media weiter beibehalten. Die Kritiker können verstummen, da es sowohl den FC Schalke 04 als auch seinen Cheftrainer nun in den Social Media gibt. Am Ende profitieren von diesen Auftritten eben nicht Dittrich oder der direkt der S04 sondern Magath und die Betreiber der erfolgreichen inoffiziellen Seite des Klubs im facebook.

Lass doch einfach deine Fans die Tickets verkaufen

Im vergangenen Sommer haben schon die Florida Panthers mit einem smarten Move für Aufregung gesorgt, als sie die Preisfindung für die Dauerkarten ihren Fans überließen. Die Charlotte Bobcats haben wohl aufgepasst und sich ein paar interessante Dinge abgeschaut. Nur der Anreiz ist ein wesentlich höherer. Aber welchen Anreiz hat eine Franchise wie die Bobcats denn zu bieten? Man mag im ersten Moment dazu verleitet werden, zu sagen dass da nicht viel zu finden sei.

Dann aber fällt einem ein, dass ein gewisser Herr Michael J. Besitzer des Teams ist. Und so wucherten die Bobcats mit diesem Pfund und riefen ein Meet-and-greet mit der Basketball-Legende Michael Jordan zum Hauptpreis der Aktion aus. Ganz egal ob Fan der Bobcats oder nicht: Das kann sich niemand entgehen lassen wollen, der Basketball liebt.

Aber keine Leistung ohne Gegenleistung. Um den Hauptpreis zu gewinnen mussten die Fans auch etwas Besonderes leisten: Sie wurden aufgerufen Tickets für das Team aus dem Süden der USA im Facebook an ihre Freunde zu verkaufen. Bedenkt man, dass ein durchschnittlicher Facebook-Nutzer 130 Freunde und die Bobcats auf Facebook heute knapp 50.000 Fans haben ergibt sich eine durchaus interessante potenzielle Reichweite von 6,5 Millionen Usern.

via @CarsonMcKee

140 Zeichen die das Sportbusiness verbinden

Wer kennt es nicht? Wer kennt es nicht, das #sportbiz-Hashtag. Benutzt hat wahrscheinlich jeder schon einmal der regelmäßig auf Twitter unterwegs ist und sich mit dem Sportbusiness beschäftigt. Und warum das ganze? Nun auf der Hand liegt selbstverständlich, dass der Nutzer sich und seinen Tweet leichter auffindbar machen wollte. Und dort wo dieser Wunsch und ein Thema, welches in kritische Masse an Menschen interessiert, aufeinandertreffen bilden sich auf Twitter um Hashtags echte Communities.

So auch beim #sportbiz-Hashtag. Folgt man ihm, so wird man neben einer großen Masse an – zugegebener weise stark us-amerikanisch geprägten – relevanten Informationen und Tipps zum Sportbusiness finden. Aber viel interessanter sind die Personen die hinter diesen Tweets stecken. Sind sie es doch, die in derselben Branche tätig sind und die Begeisterung für den Sport und das Business welches dahinter steht mit einem gemein haben.

Doch wo die Kommunikation – zumindest teilweise – auf 140 Zeichen beschränkt ist kann es leicht zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen kommen. Diese Erfahrungen hat wohl an einem gewissen Punkt jeder auf Twitter einmal machen oder beobachten dürfen. Jonathan_Norman hat sich in seinem Blogpost Gedanken dazu gemacht, wie die #sportbiz-Community ihre Kommunikationen via Twitter verbessern und so nähern zueinander finden kann.

Erfahrungen der Golden State Warriors mit den Facebook Deals

Was der FC Bayern München in unseren Gefilden ist, sind die Golden State Warriors in den USA. Nein, nicht Rekordmeister, sondern Chosen One beim nationalen Launch der Facebook Deals. Mit dem großen Unterschied, dass die Warriors schon im vergangenen Jahr übers facebook gedealt haben. Die Deals schlugen derart ein, dass man sich entschloss nicht nur partiell, sondern an jedem Heimspiel den Fans spezielle Angebote zu ermöglichen.

Jennifer van Grove fördert im Gespräch mit Kyle Spencer (Executive Director of Marketing Golden State Warriors) einige Erfahrungen, Einsichten und Probleme aus dem Einsatz der Deals im Alltag eines Sportteams zu Tage. Deutlich wird bei den Warriors vor allem, dass die Deals, welche ein persönliches Treffen mit den Sportlern beinhalten ein wesentlich höheres Feedback generieren als bloße Rabatte im Fanstore.

Aber auch ganz simple Probleme, wie zum Beispiel, dass ein Sportklub den Facebook Place mit seiner Facebook-Seite nicht verbinden kann, da er ja kein Place im eigentlichen Sinne ist. Somit haben die Warriors einen zusätzlichen Place neben der Arena geschaffen, welcher nun die Probleme mit sich bringt, dass die Fans verwirrt sind in welchen Ort sie einchecken müssen um den Deals abgreifen zu können.

Im Durchschnitt checken 760 Fans in die Arena der Warriors über Facebook Places ein. Setzt man diese ins Verhältnis mit dem Zuschauerschnitt von aktuell 18,575 Fans pro Spiel, so erhält man einen Geek-Index von 4 %. Wir sehen, dass der Index der Bayern vom letzten Wochenende in der Allianz Arena gar nicht mal so schlecht war.

Bild: (www.sxc.hu / vlambi )

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