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die geschichte vom social super bowl XLV

Verfolgt man in den letzten Tagen das sportlich/digitale Getuschel rund um das Sportbusiness so kann man den Eindruck gewinnen es gäbe nur noch ein Sportbusiness, es gäbe nur noch eine Sportart, es gäbe nur noch ein Land in dem diese ausgeübt wird. Als gäbe es nur die NFL, als gäbe es nur American Football, als gäbe es nur die USA in welcher dieser stattfindet. Alles dreht sich um den Superbowl XLV. Und wo über das Event getuschelt wird  wächst auch der Wunsch es genau  an diesem Ort erleben zu können. Immer stärker im Vordergrund rücken neben dem realen Ereignis digitale Parties.

Sponsoren bauen digitalen Superbowl-Clubs und Spieler die nicht das Glück haben in den Finals zu stehen laden zu virtuellen Superbowl-Parties via Twitter ein. Die Liga ruft selbst die Fans im weit entfernten Deutschland auf dem Event beizuwohnen. Man könnte meinen, ganz egal ob in der virtuellen oder der realen Sportwelt gäbe es am Wochenende nichts anderes als den Kampf um die begehrte Vince-Lombardi-Trophy.

Aber wollen wir die beiden Teams nicht vergessen. Sind sie es doch welche die Stories rund um diesen Kampf schreiben werden. Sind es doch zwei Teams die auf eine ruhmreiche Historie und lange Tradition zurückblicken können. Auf der einen Seite der 1933 gegründete Rekordmeister der NFL, die Pittsburgh Steelers. Sechsmal bereits konnten die Fans der Steelers den Gewinn des Superbowls bejubeln. Auf der anderen Seite die nicht minder erfolgreichen und beliebten Green Bay Packers. Im Jahre 1919 gegründet konnten die Spieler aus Green Bay stolze drei Male die Vince-Lombardi-Trophy in den Himmel strecken.

Green Bay Packers

Bevor wir in die virtuelle Welt der Packers eintauchen sollten man sich noch einmal vor Augen halten, was den diesjährigen Finalisten auszeichnet. Und dabei lassen wir die sportlichen Qualitäten mal ganz außen vor, da diese ja unbestritten sein sollten. Ganz dem Gemeinschaftsgedanken der Social Media vorrausschreitend zeichnet die Bays etwas – für amerikanische Verhältnisse – Einzigartiges aus: Die Packers sind das einzige Non-Profit-Team im amerikanischen Profisport. Non-Profit im US-Sport-Business?

Man mag es kaum glauben, aber es ist wahr. Das Team gehört keinem schillernden Multimillionär, sondern der Öffentlichkeit. Um genau zu sein gehören die knapp vier Millionen Anteile etwas über 100.000 Anteileignern. Bei so einer breiten Masse wundert es kaum, dass auch auf der Facebook-Seite und dem Twitter-Profil eine große Anzahl an Anhängern die Aktionen, Updates und Einsichten der Packers verfolgen.

Dies erfordert natürlich gründliche Vorbereitung nicht nur in Hinblick auf den großen Abend im Cowboys Stadium in Arlington. So akribisch wie die Fans sich auf das heißersehnte Spiel vorbereiten, so gründlich geschieht das bei den Packers hinter den Kulissen. Aber beileibe nicht hinter verschlossenen Türen. Wer sich schon in seinen eigenen vier Wänden derart liebevoll vorbereitet wie die Fans der Packers soll auch Einsichten in die Vorbereitungen des Teams und des Teams hinter dem Team bekommen.

Dabei sind sie sich nicht zu schade ihre Spieler wie kleine Kinder dastehen zu lassen. Wie kleine Kinder welche die  Kabine ihrer Sportstars das erste Mal mit leuchtenden Augen betreten. Wie kleine Kinder die jeden Moment festhalten wollen um damit vor ihren Freuden angeben zu können. Wie kleine Kinder laufen die Millionäre durch ihre Kabine. Wie bei kleinen Kindern leuchten ihre Augen. Wie soll es bei solchen Bildern einem Fan anders gehen?

 

http://www.facebook.com / Green Bay Paclers

Pittsburgh Steelers

Für ein solches Leuchten in den Augen der Angestellten, der Spieler und der Fans haben die Pittsburgh Steelers zuletzt im Jahre 2009 gesorgt. Damals feierten die Fans das letzte Mal den Sieg im Finale des Super Bowls. Dementsprechend erfolgsverwöhnt sind sie auch. Aber auch zahlreich. Sei es im realen Leben oder der virtuellen Welt. Die Steelers Nation ist weit über die Grenzen von Pennsylvania verbreitet.

Im Facebook scharen sich zum heutigen Tage nahezu 2 Millionen Fans um das Team. Ein wenig überschaubarer sind die Zahlen der Steelers auf Twitter. Aber auch dort nicht zu verachten, denn 60.000 Follower, sind 60.000, sind 60.000. Dementsprechend folgen sie dem Team mit einem stolzen Selbstverständnis das auf jeden Spieler abstrahlt, der das Trikot der Black and Gold überstreifen durfte.

Nicht nur die Spieler strotzen nur so vor Kraft und Selbstvertrauen und sind heiß auf das Spiel ihres Lebens. Auch die Fans suchen die Auseinandersetzung voller Zuversicht. Sei es im Alltag in der realen Welt oder in der virtuellen. Das Spielfeld ist für die digitale Schlacht der Fans beider Lager ist jedenfalls vorbereitet. Die Liga hat alles dran gesetzt den Fans ein wunderbares Erlebnis zubereiten. Es wurden keine Mühen gescheut und mit keinen geringeren als Twitter und VISA eine virtuelles Schlachtfeld zu schaffen. Ist doch klar, dass der Klub seine Spieler Fans supportet und zum Kampf gegen den Gegner aufruft.

Nicht nur in chronologischer Hinsicht werden die Fans in nahezu in jeder Dimension unterstützt, sondern auch in grafischer. So entsteht neben dem Finalort auch im heimischen Heinz Field eine virtuelle Welt in welcher die Fans via Facebook schon während der regulären Saison Platz nehmen und von den Rängen ihre Stars anfeuern. Aber nicht nur von ihren Stars sind sie einen Klick entfernt, sondern auch von den Gleichgesinnten auf der Gegentribüne.

Nimmt man alle digitalen Aktionen rund um den Super Bowl zusammen, so kann man ganz schnell zur Meinung kommen, dass man das eigentliche Event schnell aus den Augen verliert. Was am Ende interessiert ist das Geschehen auf dem Platz. Hier finden der Sport, die Emotionen und Geschichten welche ein solches Endspiel schreibt statt. Hier wird die Geschichte geschrieben.

Eine Geschichten von Spielern die krachend aufeinander prallen, sprintend den Gegner umtänzeln, einem Ball Ei, welches rotierend durch die Lüfte fliegt, Trainern, die schreiend versuchen auf das Spielgeschehen Einfluss zu nehmen und Fans die jederzeit und überall Teil dieser Geschichte sind. Eine Geschichte, von welcher noch in Jahren erzählt werden wird. Einer Geschichte vom Social Super Bowl XLV.

Bild: ( http://www.sxc.hu / supercolour )

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