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sport und social media – wars das schon? [prt. 2]

Schön ist die Entwicklung in den vergangenen Monaten, Wochen und Tagen. Viele Vereine entdecken die Kommunikation über das Social Web neu für sich. Manche sind getrieben vom Wunsch eine ach so hippe Facebook-Seite ihr eigen nennen zu können. Andere aber investieren viel Zeit, Schweiß und Müh um sich der Kommunikation mit den Fans zu öffnen. Bei der Auswahl der Plattformen zählt für alle anscheinend nur ein  Kriterium: Die Zahl der Nutzer. Folgt man diesem Grundsatz, so ist die Verwunderung nicht groß, wenn man sich auf Facebook wiederfindet. So kommt es, dass der Fan mittlerweile nahezu jeden Fußball-Bundesligisten auf Facebook finden kann.

Das ist eine nette Entwicklung. Für mich stellt sich aber die Frage ob´s das schon war. Reicht es eine Fanpage auf Facebook mehr oder wenig gut zu befeuern um nachhaltig erfolgreich zu sein? Da die Fanpage ebenso wenig dem Verein wie den Fans gehört, stört mich diese Abhängigkeit in der Gestaltung und von Facebook gewaltig. Der Verein wird gezwungen sich anzupassen und muss auf Änderungen flexibel reagieren. Mitspracherecht hat er keins. Versteht mich nicht falsch. Ich sehe die Fanpage durchaus als wichtigen Bestandteil an. Trotzdem sollte man sich fragen ob´s das wirklich schon war? Wie im ersten Teil beschrieben geht nichts mehr an einem zentralen Hub für Klub-Fans vorbei.

Nichts ist in Ordnung – Da ist noch viel mehr!

Nein, ich meine nicht die Vereinswebsite. Ich meine eine Plattform, die Bilder, Videos, Blogs und alles andere was Fans so „produzieren“ vereint. Eine Plattform die es den Fans ermöglicht sich zu vernetzen, zu verbinden und über ihre Vorlieben und Abneigungen zu diskutieren. Eine Plattform, die sowohl die Maker als auch die Taker im Web anspricht. Eine Plattform die all den User generated Content um den Klub herum vereint und dem Fan ungeahnte Möglichkeiten sich mit dem Team zu beschäftigen liefert. Möglichkeiten, die ein einzelner Klubs – so hoch seine Umsätze auch sein mögen – überhaupt nicht stemmen kann.

Und deswegen nochmal mein Aufruf an euch Sportklubs, die ihr euch innovativ nennt oder zum Vorreiter im sportlichen Social Web erklärt: Vergesst eure Fans nicht! Sie sind die wahren Botschafter für euch und euer Team im Web. Sie leben ihre Beziehung zum Klub aus und dürsten nach Aufmerksamkeit. Vertraut ihnen, denn sie lieben wie ihr euren Klub. Sie werden euch kritisieren, aber das machen sie auch jetzt schon im Stadion, auf Twitter, in ihren Blogs oder im Facebook.

Gebt ihnen eine zentrale Anlaufstelle, einen Hub von welchem aus eure Fans in den gesamten Content um euren Klub eintauschen können. Eine Plattform auf welcher ihre Blogpost den anderen Fans, den Takern, zugänglich gemacht werden. Gebt ihnen eine Anlaufstelle an welcher sie ihr „Offline“-Erlebnis mit anderen Teilen und Fotos oder Videos hoch laden können. Gebt ihnen Aufmerksamkeit und ungeahnte Möglichkeiten ihre Inhalte den anderen Fans zugänglich zu machen. Öffnet euch weiter dem Social Web. Viel weiter als es euch eine Facebook-Seite oder Twitter ermöglichen könnte. Und ihr werdet sehen: Oftmals liegen die Lösung für ein Problem ganz nah vor den Augen. Man muss sie nur sehen (wollen).

Bild: (erstellt mit wordle.net)

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