sport und social media – wars das schon? [prt. 1]

Wie heißt es so schön? Oftmals liegen die Lösung für ein Problem ganz nah vor den Augen. Man sieht sie im ersten Moment nur nicht. Auch auf den zweiten Blick scheint die Lage auswegslos. Verabschiedet man sich innerlich von der Lösung des Problems so kommt einem oftmals der zündende Einfall und man wundert sich warum man nicht schon früher darauf gekommen sei. Ähnlich muss es auch dem ein oder anderen Sportklub gegangen sein, als darüber nachdachte wurde wie man den eigenen Auftritt in den Social Media auf die nächste Stufe bringen könnte.

Und da sind wir schon mitten im Thema. Social Media bzw. der winzige Ausschnitt des Social Webs mit den Plattformen Facebook und Twitter gehört längst zum Standardrepertoire eines Klubs und seiner Kommunikation mit den Fans. Je nach Klassenzugehörigkeit und Wissen um die Mechanismen des Social Webs werden diese Plattformen mit mehr oder weniger Aufwand bzw. Erfolg eingesetzt. Das ist mittlerweile sogar in den unteren Klassen Gang und Gäbe.

Immer mit der Ruhe – Geduld hat noch keinem geschadet

Man sagt sich: „Facebook – check“, „Twitter – check.“ Vielleicht wird man den ein oder anderen noch „YouTube – check“ sagen hören. Aber viele werden sich völlig zu Recht fragen: War´s das nun? Wir sind dem Grundsatz den Fans auf die Plattformen zu folgen auf denen sie sich bewegen gefolgt. Wir haben auf Plattformen gesetzt, von denen wir uns die besten Möglichkeiten für unsere Fans erhoffen. Aber was können wir besser machen? Wo ist der neueste Trend aus den Staaten, dem wir folgen können? Sind es die Location Based Services? Sind es vielleicht Group-buying-Plattformen? Müssen wir eine App kreieren da „Mobile ja stark kommen wird“?

All diese Überlegungen haben ihre vollste Berechtigung. Aber sie widersprechen – Stand heute – der Grundsatz-Philosophie in erster Linie dem Fan und nicht dem neuesten Trend zu folgen. Aber ist das alles völliger Blödsinn was die Teams aus der NBA, NFL oder NHL so erfolgreich umsetzen? Wohl kaum. Es wäre mehr als vermessen zu behaupten dass es so wäre. Im Gegenteil, sie sind immer noch Vorbilder. Aber da wir in einem völlig anderen Entwicklungsstadium in unserem Lande sind als die Vorreiter aus den Staaten sollten diese Überlegungen erst einmal hinten anstehen.

Es gilt das bestehende Angebot zu optimieren, wie man so schön nichtssagend daher plappern könnte. Und das heißt in erster Linie all die Mängel die Facebook, Twitter oder die vereinseigenen Website so mit sich bringen auszumerzen. Und in erster Linie ist dies die Tatsache, dass mehrere kleine oder große Plattformen für die Vereins-Communities in Web entstehen. Der ein oder andere Fan mag sich aber eine zentrale Anlaufstelle wünschen und nicht im Facebook oder auf Twitter auf ganz bestimmte Dinge warten oder gar suchen müssen.

Es ist doch alles so in Ordnung wie es ist

Also wo liegt denn nun eigentlich das Problem? Nun, die bestehenden Communities, vor dem ganzen Social-Web-Getöse – die Vereins-Foren – werden langsam aber sicher außer Acht gelassen. Natürlich verlieren sie auch aufgrund des Social Webs – eigentlich sind die Foren ja auch Bestandteil dessen aber lassen wir das…  deswegen sagen wir jetzt mal nicht Social Web, sondern eben Facebook, YouTube und Twitter – an Usern und damit auch an Relevanz den Klub. Aber dies liegt vermutlich eher an ihrem Interface und ihrer technischen Struktur und der Anziehungskraft des Neuen in Form von Facebook oder Twitter.

Klar wird aber, sie sterben nicht aus. Fans sind immer noch aktiv in den Foren unterwegs. Sie organisieren, diskutieren und tauschen sich aus. Es wird deutlich, dass der Wunsch der Fans nach einer Plattform die eine echte Community abbilden kann (ganz im Gegensatz zu einer Facebook-Seite – entschuldigt bitte liebe „Social Media Experten“) ungebrochen ist. Und jetzt komm ich nach einer verdammt langen Herleitung zum Punkt: Es gibt für die Sportklubs da draußen kein Vorbei mehr an einer Plattform welche die Communities rund um den Klub vereint und einen zentralen Anlaufpunkt für Fans bietet und ihnen das Gefühl vermittelt, dass die Steuerung in ihren Händen liegt.

Wie diese gestaltet sein könnte und was sie in meinen Augen nicht ist gibt´s in Part 2 zu lesen. Also bis dahin bitte ein wenig Geduld liebe Leser. Spannend wäre es allemal von euch zu hören, ob es das nun war und wo ihr Potenzial zum Ausbau seht.

Bild: (erstellt mit wordle.net)

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