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gewinnt der vfb erneut die social media bundesliga?

Was gibt es schlimmeres für den Fußball-Fan als die Zeit ohne Fußball? Was gibt es schlimmeres als die fußballfreie Sommerpause? Wahrscheinlich nur die Winterpause… Aber auch die beiden Unterbrechungen haben Positives mit sich zu bringen. Positives wie Neuverpflichtungen des Lieblings-Vereins. Positives wie die brodelnde Gerüchteküche rund um geplante Transfers. Über nichts lässt sich so herrlich streiten und diskutieren wie über kommende Verstärkungen für das favorisierte Team.

Ähnlich geht es auch abseits des grünen Rechtecks zu. Heiß wird über das Thema Social Media und Sport diskutiert und gefragt wie die Klubs von den Entwicklungen um das Social Web profitieren können. Herzlich werden die Verstärkungen in der Social Media Bundesliga begrüßt. So starteten die Borussia aus Mönchengladbach und die Eintracht aus Frankfurt mit dem Relaunch ihrer Websites, ihre Aktivität in den Social Networks. Beide sind seit kurzem auf Twitter (@EF_News & @VfLBorussia) und Facebook (Mönchengladbach) aktiv und freuen sich steigender Beliebtheit. Ein Grund für uns, die aktuellen Zahlen aus der Social Media Bundesliga zu betrachten und zu analysieren wer zu den Gewinnern der Sommerpause gehört.

Im Wesentlichen nutzen die Bundesligisten zwei Kanäle im Web: Die Social Networks Facebook und Twitter. Aber eins nach dem anderen. Betrachten wollen wir zunächst einmal die aktuellen Zahlen der Bundesligisten auf Facebook:

Der VfB Stuttgart ist auf dem besten Wege die deutsche Meisterschaft in der Social Media Bundesliga zu verteidigen. Schon vor Beginn der Saison sind die Schwaben, mit weit über 70.000 Fans, zurzeit das Maß aller Dinge was die Anzahl der Facebook-Fans anbelangt. Dicht gefolgt allerdings vom FC aus Kölle und dem Hamburger SV. Wobei des HSV, trotz fehlender Einbindung der Facebook-Fanpage in die Website des Klubs stärker zulegen konnte als der 1.FC Köln. Dieser gerät zunehmend unter Druck, verstärkt seine Bemühungen im Bereich Social Media zu Beginn dieser Saison allerdings.

Auffallend auch, dass es trotz der Integration in die klubeigene Website, dem 1.FC Kaiserslautern und dem VfL Wolfsburg nicht gelingt mehr Fans auf Facebook zu aktivieren. Zwar weisen die Pfälzer mit knapp 18.000 Fans eine beachtliche Anzahl auf, allerdings auch nur ein Wachstum – in den vergangenen fünf Wochen – von 21,9 Prozent. Der ehemalige deutsche Meister aus Wolfsburg liegt mit grade einmal 2.300 Fans abgeschlagen am Tabellenende. Ganz im Gegensatz dazu gelang es den Klubs aus Stuttgart, Hamburg und Köln fünfstellig zu zulegen. Dementsprechend einsam führt das Trio auch die Tabelle der Facebook Bundesliga an.

Auf Twitter sind die Zahlen weniger beeindrucken, jedoch auch sehr erfreulich. Erfreulich, weil die Bundesliga auf Twitter mit Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach Zuwachs bekommen hat. Erfreulich aber auch durch das Bild der Tabelle der Twitter Bundesliga. Im Vergleich zu Facebook führen hier nicht die Klubs aus Stuttgart, Köln und Hamburg die Tabelle an (Stuttgart & Hamburg ohne Präsenz), sondern der Aufsteiger aus St. Pauli. Fälschlicherweise habe ich das Team vom Millerntor in der ersten Betrachtung nicht eingebaut. Dank des Hinweises von Daniel soll dies aber nicht mehr vorkommen.

Auch auf Twitter zeigt der 1.FC Köln, dass die Aktivitäten in den Social Networks erste Früchte tragen. Der FC konnte im Betrachtungszeitraum das größte absolute, wie realtive Wachstum aufweisen und ist (langfristig) auf einem guten Wege St. Pauli Konkurrenz zu machen. Auf diesem müssen aber noch die Teams aus Hannover, Kaiserslautern, Wolfsburg und Nürnberg überwunden werden. Diese weisen die größte Anzahl an Followern, folgen jedoch ihrerseits selten bis gar nicht:

Auch hier ist St. Pauli das Maß der Dinge. Aber auch der 1.FC Köln zeigt verstärktes Interesse am „followen“ seiner Fans. Warum dies interessant ist? Nun, gewissen Fragen der Fans können nicht immer – vor den Augen aller – mit @Replies beantwortet werden. Nicht jeder Fan möchte seine Frage vor den Augen der Öffentlichkeit an den Klub richten. An dieser Stelle kann das Mittel der Direktnachricht zum Einsatz kommen. Folgt der Klub seinerseits zurück, ist es dem Fan möglich eine Direktnachricht an das Team zu senden bzw. seine Frage zu stellen. In meinen Augen sollte diese Option unbedingt den Fans offengehalten werden um einen optimalen und umfassenden Austausch auf Twitter zu fördern.

5 thoughts on “gewinnt der vfb erneut die social media bundesliga?

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  2. Sehr geil,

    Prof. Bosbach lässt mit absoluten und relativen Grüßen grüßen…

    Sehr interessant der Artikel und die statistische Auswertung. Dabei auffallend, dass der aktuelle Deutsche Meister Bayern München überhaupt nicht im Social Media Marketing vertreten ist, und das allgemein kaum Vereine auf die Idee kommen auf kostenloser Basis für sich zu werben und Imagepflege zu betreiben.

  3. Hehehe🙂 Beste Grüße an ihn zurück. Werde seine Statistik-Vorlesungen nicht vergessen und in bester Erinnerung behalten.

    Die Zurückhaltung einiger Bundesligisten ist wahrscheinlich mit der Beobachtung der Entwicklung der Tools zu begründen. Allerdings ist die Zeit reif und ein zu zögerliches Verhalten nicht unbedingt nützlich. Auch wenn Social Media die Vereine personelle und somit auch finanzielle Ressourcen „kostet“, so bietet sich aber auch faszinierende Möglichkeiten für die Teams (nicht nur der Fußball-Bundesliga).

  4. Bayern München hat jetzt jedoch auch eine eigene Facebook-Page, und dank der Migration der bisher existierenden inoffiziellen Seiten über Bayern München, haben sie jetzt schon über 177.000 Fans bei Facebook. Somit bleibt dem VFB wohl nur noch die Vizemeisterschaft.

    • Hi Daniak,

      vielen Dank für Deinen Hinweis. So schwer es fällt als alter VfB´ler das zu akzeptieren, so richtig liegst Du mit ihm🙂

      Die gesamte Bundesliga auf Facebook (einschließlich des neuen Tabellenführers) findet man oben in der Hauptnavigation: https://dersportmanager.wordpress.com/bundesliga/

      Werde mich den Entwicklungen gerne in einem der kommenden Posts widmen und auch den FC Bayern und das Thema „inoffizielle“ Accounts beleuchten.

      Bis dahin viele Grüße und viel Spaß beim Lesen🙂

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