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show me the money

Flimmernde Hitze reflektiert die Straße. Die Sonne brennt unerträglich auf der Haut. Die Temperaturen bringen das Thermometer zum platzen, der Mund ist trocken, die Zunge klebt am Gaumen und uns quält schon seit Tagen nur eine Frage: Wie können wir unseren Durst stillen? Wo finden wir die Quelle um unsere ausgetrockneten Zungen mit Wasser zu benetzen? Wir schleppen uns mit letzter Kraft entlang des verlassenen Highway den Hügel hoch welchen wir schon seit Tagen als Ziel vor unseren Augen hatten. An der Kuppe angekommen blicken wir auf die heißersehnte Oase. Eine Stadt vor uns. Die Antwort auf unsere Frage vor uns. Wir stehen vor den Toren des diesjährigen Halbfinalisten der NBA: Den Phoenix Suns. Die Stadt liegt uns zu Füßen und gleichermaßen auch die Quelle unseren Durst zu stillen.

long way to go

we came a long way

Quellen welche wie eine Fatamorgana im realen Leben für manche überhaupt nicht zu finden sind. Quellen welche trotzdem täglich durch viele Menschen genutzt werden. So auch von einem der Spieler der Los Suns. Der Power Forward Amare Stoudemire. Er wusste in den vergangen Wochen den Durst der Fans der Suns zu stillen in dem er sich die Quellen zu Eigen machte. Die Zweifler der Quellen ließ er dabei außen vor. Er bewies ihnen wie man die Quellen einsetzen müsse um den eigenen Nutzen und auch den seiner Anhänger zu erhöhen. Er tat etwas so Banales wie es banaler nicht sein könnte: Er verkaufte Tickets. Er verkaufte Tickets für die Conference Finals gegen die Los Angeles Lakers. Seine Quellen: Facebook, Twitter und eine Website. Aber schauen wir uns die Geschichte des Amare S. und die seiner Quellen doch einmal näher an:

Mit seinem Team befindet er sich in den PlayOffs der NBA und auf einem guten Weg zum Titel in den Urlaub. Es ist vor dem Spiel 3 einer Serie in welcher die ersten beiden Spiele deutlich an den Kontrahenten aus LA gingen. Es ist das so wichtige erste Heimspiel der Suns welches sie gewinnen müssen um nicht nahezu uneinholbar in Rückstand zu geraten. Herr S. entscheidet sich dazu seine Quellen zu nutzen um für eine volle Halle zu erschwinglichen Preisen zu sorgen. In Zusammenarbeit mit Razorgator Tickets und ATCost.com arbeitete das Team um Stoudemire ein interessantes Konzept aus. Dieses sieht vor, die Reichweite in den Social Networks Twitter und Facebook zu erhöhen, dabei noch Einnahmen und gleichzeitig aber einen Mehrwert für die Fans zu schaffen.  indem Tickets für das Spiel 3 zu 50% Rabatt verkauft wurden.

© mashable.com / Road Warrior

Aber was geschah konkret?

Über twitter und Facebook kündigt Stoudemire die Aktion an. Er warb für seinen Facebook-Account und brachte die Fans via Twitter an den Ort an welchem er sein Produkt vertreiben und Nutzen für seine Fans bringen konnte. Seine Facebook-Fan-Seite. Durch die speziell für Facebook designte Applikation konnten die Fans Tickets im Shop der Facebook-Seite des NBA-Stars erwerben. Der Rabatt wurde durch ein einfaches Prinzip ermöglicht. Je mehr Fans das Angebot auf Facebook mit ihren Freunden teilten und je mehr Tickets verkauft wurden, desto mehr sank der Preis. Dies wurde durch einen Countdown und ein entsprechendes Kontingent an Tickets eingegrenzt. Dabei fällt der Preis so lange bis das Angebot zeitlich ausläuft oder das Kontingent an Tickets erschöpft ist. Das faszinierende an der Vorgehensweise ist, dass der Ticket-Interessent niemals Facebook verlassen musste und dass er selbst durch seine Aktivität auf Facebook Einfluss auf den Preis haben konnte. Ein durchdachtes Konzept also welches sich verschiedene erfolgreiche Geschäftsmodelle im Netz zu Eigen macht.

Eine lang ersehnte Antwort auf die Frage der Fragen?

In diesem Konzept findet sich definitiv die Antwort auf eine Frage vieler der Social Media wieder. Auf diese hatte Gruebler schon  in „moderne technologie auf asche“ hingewiesen. Damals fragte er nach der „Rendite“ aus der Interaktion mit den Fans auf Facebook und Twitter. Nimmt man mal nur den monetären Aspekt des Begriffes als Basis, so muss man sich fragen wie lassen sich Einnahmen aus den Aktionen auf den Social Media Plattformen erschließen. Eine Antwort hierfür liefert der Ticketverkäufer Stoudemire. Durch die Ticket-Aktion konnte er neue Fans und Follower gewinnen und so seine Reichweite erhöhen, seine Fans gelangten zu sehr günstigen Preisen (Normalpreis 600$ – bei Stoudemire ca. 300$) an Tickets und der Club erzielte dabei – zugegebener weise verringerte – Einnahmen aus dem Ticketing. Ein win-win-Situation könnte man behaupten. Aber es gibt durchaus berechtigte Kritik an einem NBA Star welcher 16 Millionen US-Dollar p.a. verdient und meint er müsse via Facebook Tickets verkaufen. Jedoch verdeutlicht das Beispiel; nein vielmehr beweist es wie sich mit Social Media Nutzen auf den Seiten aller Beteiligten stiften und dabei noch Bares verdienen lässt.

5 thoughts on “show me the money

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