#VfBFCK, #FCBHOF, #SVWH96 die zukünftigen Twitter-Trends an den Wochenenden?
Per Blog-Eintrag vom 24.02.2012 kündigte Twitter eine neue, erweiterte Suche zu Spielen der Bundesliga an. Sucht man nach Vereinen, Spielernamen, einem Stadion oder den offiziellem Spiel-Hashtags während des Spieltages, so bekommt man das aktuelle Spielergebnis in einen animierten Ticker im Browser angezeigt. Nichts neues, oder doch?
Doch, denn Twitter stellt das Erste Mal eine Art interaktiven Liveticker bereit, an dem jeder Twitter-Nutzer sich beteiligen kann. D.h. Vereinsvertreter, (ehem.) Fußballprofis, die Presse, Promis und der normale Fan haben das erste Mal einen Ort gefunden in dem sie während eines Spiels miteinander kommunizieren können. Es entstehen teils lustige, teils spannende Interaktionen zwischen den Beteiligten, die man vorher in der Art noch nicht im Netz gesehen hat.
Es ist schön zu sehen, wie sich z.B. Jan Age Fjörtoft oder der Sportchef von eurosport.de Daniel Rathjen sich in die Diskussionen auf Twitter mit einbringen, Lukas Podolski nach dem erfolgreichen Spiel gegen die Hertha auf seine Facebook-Seite verlinkt oder Hans Sarpei dem Rasen die Schuld gibt, leider noch nicht alle mit dem richtigen Hashtag, aber das sei Ihnen verziehen.
Es macht Spaß, den Twitter-Feed neben der Sky-Übertragung laufen zu lassen, in der Twitter Suche von Spiel zu Spiel zu switchen, zusammen mit der Konferenz. Second-Screen ist das Stichwort, eine für mich willkommene Erweiterung des Erlebnis Bundesliga im TV. Zu sehen was Fans, Verein & Medienvertreter in Echtzeit zu sagen haben, teilweise Stadionatmosphäre mitzubekommen, zu sehen, dass auch TV-Moderatoren ihren Spaß haben.
Former #thfc player Steffen Freund makes his last preparations for #Augsburg vs #dortmund
#ssnhd http://t.co/UqVDPCOE
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Jan Aage Fjortoft (@JanAageFjortoft) March 10, 2012
Ich denke die Vergabe von offiziellen Hashtags kann diesen Prozess des Second Screen bei Sportübertragungen in Deutschland auf eine neue Stufe bringen. Auch wenn es vorher schon diese Unterhaltungen auf Twitter gab, liefen diese doch teilweise an einander vorbei nutzte man doch unterschiedliche Hashtags zum selben Thema.
Die Akzeptanz der vorgegebenen #-Hashtags wird meiner Meinung nach stetig steigen, so benutzen große Multiplikatoren wie z.B. der @HSV diese gleich nach Einführung und thematisieren ganze Tweets darüber. Am ersten Abend war das Spiel des HSV auch schon auf Platz eins der Trending-Topics in Deutschland, ein guter Start sozusagen.
Es liegt jetzt an verschiedenen Faktoren, dass Twitter eine noch breitere Akzeptanz bei den Beteiligten des “Erlebnis” Bundesliga bekommt.
- Bei den Vereinen: Der Hamburger SV & SV Werder Bremen machen das schon sehr gut. Warum die Champions-Marke FC Bayern München nicht offiziell auf Twitter ist, muss mir wohl Stefan Mennerich persönlich erklären. Das könnte dem ganzen nämlich einen sehr großen Schub geben.
- Den Spielern: Hier sind mir Ryan Babel (hat in der Bundesliga die meisten Follower) & ja, Hans Sarpei besonders aufgefallen. Es sind noch zu wenig deutsche Spieler die sich Beteiligen und das dann auch gut umsetzen. Leider hat sich @FranckRibery als Fake herausgestellt , aufgeklärt hat das übrigens #SSNHD-Reporter Torben Hoffmann. Ich fande es eigentlich ganz amüsant, wie sich Ribéry & Robben auf Twitter “Gute Nacht” gesagt haben oder versucht wurde über Twitter Wetten mit Hans Sarpei abzuschließen. Hier gilt es auch auf Seiten von Twitter verstärkt offizielle Bestätigungen von Accounts zu vergeben, Hans Sarpei hilft dort auch gerne Branchenübergreifend weiter.
- Den Medien: besonders sind mir die #SSNHD-Reporter aufgefallen, eurosport.de Fußballchef Daniel Rathjen & Sky-Experte Jan-Aage Fjörtoft
5:0 zur Halbzeit - das gab es für den #FCBayern zuletzt 2004/05 gegen Nürnberg. #Hoffenheim einfach nur Horror. http://t.co/66SojNgx
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Daniel Rathjen (@DanielRathjen) March 10, 2012
- und natürlich uns Fans, die Emotionen im & außerhalb des Stadions auch auf Twitter zu zeigen und an den neuen Möglichkeiten des Dialogs teilzunehmen
"Hallo Herr Kaiser, ich hätte gerne eine Lebensversicherung!" "Da kann ich Ihnen unsere mehrfach ausgezeichnete Pizarro anbieten" #breh96
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Tobias Holtkamp (@Rune4) March 11, 2012LaOla Welle in der Allianz Arena. Aufpassen, dass das Popcorn nicht verschüttet wird! #FCB
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Niveau-Limbo (@kleinerweg) March 10, 2012
Ich freue mich schon sehr auf eine Erweiterung des Dialogs und weitere Akzeptanz von Twitter in Deutschland und vor allem in der Bundesliga.
Prezi: Social Media für Vereine und Spieler
Beim Barcamp Braunschweig gab es eine Präsentation von Franz Schäfer, die sich explizit dem Einsatz von Social Media bei Vereinen und Sportlern widmete.
Franz war so nett die Präsentation gleichermaßen auch online zur Verfügung zu stellen, damit auch wir, die wir nicht dabei waren, etwas davon haben.
Danke dafür, Franz! Vielleicht magst du ja in den Kommentaren noch ein paar Anmerkungen hinterlassen ![]()
“Hard work on 3″ – Social Media emotionalisieren
So bin ich jüngst auch über seine wunderbare Entdeckung beim NCAA-Team der University of Kansas gestolpert, die ihm auf der Facebook-Page der Mannschaft auffiel. Das Team hat ein Foto aufgenommen, das die Spieler im Huddle zeigt. Eingeschworen auf das Ziel ist jeder ganz auf die Sache fokussiert.
Das Besondere ist jedoch die Perspektive: Es ist von einem der Teammitglieder aufschossen worden, der ganz nah dran war. Man erhält fast den Eindruck, man würde selbst direkt beim Team stehen, dem Vordermann die Hand auf die Schulter legen und bei “3″ “hard work” rufen können.
Es ist ein einfaches Foto, versehen mit der Ansage von Kansas-Coach Self, das Social Media greifbar macht, emotionalisiert und Nähe herstellt.
Und genau darum geht es: Fans mit Momentaufnahmen wie diesen an die Mannschaft ranzuholen, sie zu binden und ein Teil des Teams werden zu lassen, wenn die selben Menschen bei Heim- und Auswärtsspielen auf der Tribüne stehen und sich für ihre Athleten den Hals wund schreien und die Arme und Beine vor lauter Jubeln und Anfeuern am Abend wie Blei anfühlen.
die vier am eck – gedanken zu social media und sport #15
Willkommen zu Runde Nummer 15. Die Idee hinter “die vier am eck” ist relativ einfach: Jede Woche setzen sich vier von uns Verrückten zusammen und diskutieren eine These zu Social Media und Sport (und darüber hinaus).
These: Die Klubs wissen nicht so recht, wie sich das emotionale “Erlebnis Stadion” auf die Devices und Screens der Fans transportieren lässt.

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