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behind the scenes: @warriors berichten aus dem war room vom nba draft

Wisst ihr noch wo ihr am 24. September 2010 wart? Nicht? Jetzt kommt schon und gebt euch einen Ruck! Nehmt euch zwei Minuten Zeit und sucht nach dem Datum. Ich kann mich noch gut erinnern wo ich war und was passierte, als wir den 24.09.2010 im Kalender stehen hatten.

Ok, ich muss zugeben, dass es ein wenig Hilfe brauchte, sonst hätte ich mich wahrscheinlich auch nicht am zweijährigen Jubiläum in ein paar Monaten dran erinnert. Zu „selbstverständlich der Anlass mittlerweile.

Aber was war damals geschehen? Die Geschichte ist schnell und kurz erzählt: Die Golden State Warriors ließen die Zugbrücken herunter und luden ausgewählte Blogger und Social Media Enthusiasten zu ihrem Media vor der Saison ein und statten sie mit denselben Rechten aus wie klassische Medien.

Ein Punkt an dem ich – zugebenerweise etwas euphorisch – fragte, ob es die Social Media Revolution im Sport sei. Mittlerweile scheint es mir selbstverständlich, dass zu einer guten Beziehung mit den berichterstattenden Medien natürlich auch die des Social Webs gehören.

Der Anlass weswegen ich ausgerechnet heute für euch zu dem Thema schreibe? Es sind schon wieder die Golden State Warriors und der NBA Draft 2012. Die Warriors berichteten live aus dem „War Room“ von der Draft und den Planungen ihrer sportlichen Führung.

Wem nicht bewusst ist welche Bedeutung und höchste Geheimhaltungsstufe dieser Kommandozentrale beim Draft zuteilwird, dem sei die Lektüre des Buches „Moneyball“ von Michael Lewis oder dieser Artikel über den War Room der NY Jets empfohlen. Hier werden all die taktischen und strategischen Szenarien durchgespielt und ausgeführt, welche über Monate in exakter Präzision ausgefeilt wurden. Kurz: Hier wird über die sportliche Zukunft entschieden.

Bevor wir allzu sehr in die Tiefe gehen aber einmal schnell einige ausgewählte Impressionen aus der Kommandozentrale:

Der Untertitel – und die  Gesichter – sagen alles: “Moments before 1st pick is made”. Ich will hier nicht die Phrase vom vom Bild und den Worten bemühen und lass das Bild einfach mal unkommentiert stehen.

Bob Myers working the cell & the landline continuously. A lot of options & scenarios being discussed. (Foto: Golden State Warriors)

Zu gern würden wir natürlich wissen, welche Worte in diesem Moment am Telefon mit wem gesprochen werden. Aber wir wollen mal nicht unverschämt ein. Raum für Spekulationen gibt es genug.

Was würde man nicht alles geben, um hier – gerne auch im Nachhinein, mal einen Blick auf das Board und die Szenarien werfen zu können. Pures Gold.

Und damit sind wir beim Punkt wie man der ganzen Aktion vielleicht noch einen zusätzlichen Mehrwert – zum zugegebenerweise wunderbaren aber sehr passiven Blick hinter die Kulissen – schaffen könnte.

Und das wäre stärkere Integration der Fans. Damit meine ich ganz gewiss nicht den Entscheidungsprozess, der in meinen Augen bei den Experten liegen bleiben sollte. Nein, vielmehr die die Möglichkeit der Fans direkt mit dem Front Office, den Entscheidern zu interagieren, Fragen zu stellen und zu verstehen. Hätten sie nicht wunderbar zu beiden Interviews mit dem Dir. of Scouting Larry Riley (Video) und Scout Larry Harris (Video) gepasst?

Aber genug der Kritik. Ein wunderbare Aktion, welche in erster Linie nicht stark genug gelobt werden kann.

Ist eine solche Offenheit nur in den Staaten möglich? Tweets aus der Sitzung zwischen Rummenigge und Hoeneß zur Kaderplanung 2012/13 unmöglich? Ist Deutschland zu konservativ? Was meint ihr?

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