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social media bundesliga

„Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Der VfB Stuttgart ist Deutscher Meister!!“ Die Stimme des Reporters überschlägt sich vor Begeisterung. Die Fans strömen in Massen auf das Spielfeld um ihren Helden nahe sein zu können. Viele, lange Spieltage haben sie auf diesen Moment hingefiebert. Nichts kann sie mehr aufhalten. Keine Ordner und schon gar nicht die Polizei. Diese befinden sich selbst in den Massen und feiern den Titel gemeinsam mit den Fans. Ganz Stuttgart ist in weiß und rot gehüllt. Über 50.000 bejubeln ihre Titelhelden.

Nein dies ist kein Rückblick auf die Meisterschaft des VfB in der Saison 2006/07. Nein dies ist beileibe kein Rückblick! Wir betrachten die Fußball-Bundesliga in der Gegenwart. Das Spielfeld: Social Media mit seinen Plattformen Facebook und Twitter. Die Helden: Die Marketing- und PR-Abteilungen der Fußball-Erstligisten. Die Fans: Follower und Fans eben. Wir betrachten die Social Media Aktivität der Fußball-Bundesligisten und fragen uns:

Eine Liga im Tiefschlaf?

Wie ich zu dieser Frage kommen? Nun ganz entgegen der Zahlen die immer wieder gern veröffentlicht werden, wird das noch junge Kind „Social Media“ von den Vereinen der 1. Fußball-Bundesliga sehr stiefmütterlich behandelt. Die Ausnahmen bilden wenige Vereine welche die Deutsche Meisterschaft unter sich aus machen. Angeführt werden diese von einem VfB Stuttgart welcher sich zukunftsorientiert zeigt wie man es aus dem Schwabenländle eben gewohnt ist. Auch der 1.FC Köln und der Hamburger SV verschließen sich dem Thema nicht und nutzen die Vorteile von Social Media für sich.

1. FUSSBALL-BUNDESLIGA (Stand 07.07.2010)
# Team Fans Follower Following Fans & Follower
1 VfB Stuttgart 55.153 - - 55.153
2 1. FC Köln 40.130 532 473 41.135
3 Hamburger SV 32.750 - - 32.750
4 1. FC Kaiserslautern 14.415 1.601 19 16.035
5 1. FC Nürnberg 13.815 963 0 14.778
6 Hannover 96 10.607 1.563 1 12.171
7 Borussia Mönchengladbach 9.474 - - 9.474
8 FC St. Pauli 4.950 - - 4.950
9 VfL Wolfsburg 947 1.062 2 2.011
10 1. FSV Mainz 05 - 261 0 261
11 FC Bayern München - - - -
12 1899 Hoffenheim - - - -
13 Bayer 04 Leverkusen - - - -
14 Borussia Dortmund - - - -
15 Eintracht Frankfurt - - - -
16 FC Schalke 04 - - - -
17 SC Freiburg - - - -
18 Werder Bremen - - - -
182.241 5.982 495 188.718

Warum hier ganz unterschiedliche Zahlen zum Thema Social Media und Bundesliga präsentiert werden? Nun die Erklärung ist einfach: Die hier aufgeführten Zahlen sind den offiziellen Accounts der Bundesliga auf Facebook und Twitter entnommen. Da sich jeder vorstellen kann wie schwer es teilweise ist auf den Plattformen einen „offiziellen“ Account von einem Fake zu unterscheiden, gelten hier nur die Accounts als offiziell welche von einer Webpräsenz des Vereins auch offiziell promotet werden. Diese – und nur diese – enthält den wertvollen Hinweis für einen solchen Account. Den Fanseiten auf Facebook kann dann im Info-Bereich oftmals der Link zum Twitter-Account entnommen werden.

Eine vergebene Chance?

Wenn man die Reichweiten von Klubs wie Real Madrid auf Facebook betrachtet, dann muss man leider zum Schluss kommen, dass es – Stand heute – definitiv eine vergebene Chance ist. Die Möglichkeiten und den Nutzen welchen Social Media für die Klubs bieten kann haben wir in den vergangenen Beiträgen ausführlich dargestellt und diskutiert. Die Zurückhaltung der Bundesligisten ist vor diesem Hintergrund schwer verständlich. Einen Erklärungsversuch versuch Tino Polster (Mediendirektor Werder Bremen) in einem lesenswerten Artikel von SpiegelOnline zu liefern:

“Wir verfolgen die Phänomene Twitter und Facebook grundsätzlich mit Interesse und sind gerade dabei, uns hier strategisch aufzustellen”

Nun diese Aussage stammt aus dem März diesen Jahres und seitdem hat sich nicht wirklich viel getan und Werder wird fälschlicherweise als Facebook-Herbstmeister gefeiert. Ganz im Gegensatz zu unseren bejubelten Nationalspielern, welche die Chance Social Media erkannt haben und die Interaktion mit den Fans suchen. Allein der „Rising Star“ des deutschen Nationalteams, Mesut Özil, vereint auf seiner Facebook-Präsenz schon weit über 250.000 Fans. Während der Weltmeisterschaft in Südafrika konnte er innerhalb von fünf Tagen 100.000 neue Fans für sich gewinnen und bietet damit für seine Sponsoren hervorragende Anknüpfungspunkte. Eine ausführliche Betrachtung unserer Nationalspieler auf Facebook liefert euch Daniel Rehn in seinem Blog.

Qou vadis Bundesliga?

Nun liegt mir nichts ferner als die Marketing- und PR-Abteilungen der Bundesligisten hier an den Pranger zu stellen, aber fragwürdig ist die Zurückhaltung allemal. Gründe werden die Vereine mit Sicherheit haben. Aber eine so treue und aktive Fangemeinschaft in den Social Networks zu ignorieren und sich dort nicht aufzustellen gleicht dem vergeben eines Elfmeters in der 85. Spielminute eine WM-Finales beim Stand von 0:0.

[update] jetzt Links und mit den Zahlen vom VfL Wolfsburg auf Twitter.

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3 thoughts on “social media bundesliga

  1. Pingback: Tweets that mention social media bundesliga « -- Topsy.com

  2. Mir fällt kein Grund ein die Social Media links liegen zu lassen. Vereine wie Bayern München oder Werder Bremen werden es sich nicht mehr allzu lange leisten können in den Social Media nicht präsent zu sein, das gehört heute einfach zur modernen Kommunikation.

  3. Pingback: wie die 5 beliebtesten bundesligisten ihre welcome page gestalten « der sportmanager

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